Lüpertz’ Herkules thront nun über dem Revier

Am Mittwochmorgen hievte ein Kran die 18 Meter hohe und 23 Tonnen schwere Skulptur auf die Spitze des 85 Meter hohen THS-Turms. Foto: Martin Möller / WAZ FotoPool
Am Mittwochmorgen hievte ein Kran die 18 Meter hohe und 23 Tonnen schwere Skulptur auf die Spitze des 85 Meter hohen THS-Turms. Foto: Martin Möller / WAZ FotoPool
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Gelsenkirchen.. Der Kunst-Koloss Herkules des Bildhauers Markus Lüpertz schaut seit Mittwoch vom THS-Turm übers Revier. THS-Chef Petzinka verkündete, dass der Nordsternpark nach der Fusion mit Evonik Wohnen Firmensitz des Wohnungsriesen wird.

Am Mittwochmorgen hievte ein Kran die 18 Meter hohe und 23 Tonnen schwere Skulptur auf die Spitze des 85 Meter hohen THS-Turms. Nach 20 Minuten Schwebezustand stand der Kunst-Kerl auf sicheren Füßen auf dem Turmdach. Vom obersten Deck des THS-Parkhauses verfolgten eine große Journalistenschar und viele Schaulustige die Aktion. Schneegestöber und Nebel ließen die graue Aluguss-Skulptur mit dem blau angemalten Haaren im grauen Himmel verschwinden.

Um exakt 9.44 Uhr hob die mächtige Kunstfigur vom Boden ab, nachdem noch in der Nacht an den letzten Teilen geschweißt worden war. Passgenau schwebte der Koloss in die vorgefertigte Schablone und musste dann über Stunden mit schweren Bolzen befestigt werden. Herkules blickt Richtung Osten, hinunter nach Horst und Richtung Schalke.

Campus für THS und Evonik

Begeisterter Zuschauer war auch THS Wohnen-Chef Karl-Heinz Petzinka, auf dessen Initiative das zwei Millionen Euro teure Kunstwerk auf der Firmenzentrale des Gelsenkirchener Wohnungsunternehmens zurückgeht. „Das ist klasse. Ich bin froh, dass alles geklappt hat“.

Am Freitag feiert die THS ihr 90-jähriges Bestehen. Bei dem Festakt soll der Herkules feierlich mit einer Lichtinszenierung eingeweiht werden. Am Samstag erleben Nordstern und Herkules dann das Finale des Kulturhauptstadtjahres. „Ich bin glücklich, dass er jetzt da oben steht“, meinte Künstler Markus Lüpertz.

Der Nordsternpark wird im Übrigen Sitz des drittgrößten deutschen Wohnungsunternehmens: THS-Geschäftsführer Karl-Heinz Petzinka gab am Rande der Herkules-Aktion bekannt, dass der Horster Stammsitz des Gelsenkirchener Immobilienunternehmens im Zuge der Fusion mit der Essener Evonik Wohnen zentraler Firmensitz des neuen Wohnungsriesens werden soll. „Die Entscheidung ist gefallen“, so Petzinka.

THS und Evonik bringen es als Milliarden-Unternehmen zusammen auf über 130.000 Wohnungen und beschäftigen an die 1000 Mitarbeiter. Schon im kommenden Jahr sollen die Führungsstäbe zusammenrücken, bis 2012, so Petzinka, soll die Fusion vollzogen sein. „Wir wollen hier einen „Campus“ des Unternehmens schaffen, so Petzinka. Auch soll Nordstern zum Immobilien-Dienstleistungszentrum der Tochterunternehmen werden.

 
 

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