Luchs Findus verschwand aus der Zoom Erlebniswelt - und sorgt in seinem neuen Zuhause schon wieder für Probleme

Er nahm den Platz von Findus ein: Hier trifft Luchs Lenny zum ersten Mal Clara

Am Mittwoch durfte Luchs Lenny aus der "Zoom Erlebniswelt" zum ersten Mal auf das Freigelände. Hier traf er zum ersten Mal Katze Clara.

Am Mittwoch durfte Luchs Lenny aus der "Zoom Erlebniswelt" zum ersten Mal auf das Freigelände. Hier traf er zum ersten Mal Katze Clara.

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  • Ausbrecher-Luchs Findus musste die Zoom Erlebniswelt in Gelsenkirchen verlassen
  • Auch sein neuer Park gibt den Luchs wieder ab
  • Das ist der Grund

Gelsenkirchen/Hamburg. Anfang 2017 erreichte ein Luchs bundesweite Berühmtheit. „Findus“ büxte mit Hilfe einer Eisscholle aus der Zoom Erlebniswelt Gelsenkirchen aus und hielt seine Verfolger eine Woche lang auf Trab.

Auch nach seinem Ausflug in die Freiheit herrschte Fluchtgefahr bei Findus. Die Zoom Erlebniswelt musste er aber auch verlassen, weil er sich nicht mit Luchsdame Clara verstand. Seitdem lebte Findus im Wildpark Schwarze Berge bei Hamburg - umgeben von einem vier Meter hohen Zaun mit Alarmanlage.

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„Ob er versucht hat hier auszubrechen, wissen wir nicht zu hundert Prozent“, sagt Geschäftsführer Arne Vaubel. „Die Zäune sind aber am oberen Ende mit Elektronik versehen, sodass wir einen Ausbruch eigentlich gemerkt hätten.“ Selbst Äste und Blätter würden Alarm auslösen, sagt er.

Vaubel erklärt, dass man im Wildpark eigentlich gehofft hatte, dass sich Findus mit seiner neuen Mitbewohnerin Lumi verstehen würde. Das war leider nicht der Fall und so hat Lumi den Park bereits verlassen - auch Findus erwartet nun dieses Schicksal.

Findus ist bereits zur Abgabe ausgeschrieben worden

Der Charakterluchs ist bereits zur Abgabe an andere Parks ausgeschrieben worden. Wenn eine andere Einrichtung also einen „Luchskuder“ (männlicher Luchs) sucht, könnte es sein, dass Findus bald schon wieder umgesiedelt wird. Das können dann theoretisch Parks in ganz Europa sein, in der Regel seien es aber solche in Deutschland.

Mit Luchskatze Lumi habe es schon nach ein paar Tagen nicht hingehauen, erklärt Vaubel. „Dann haben wir die beiden wieder auseinandergenommen.“ Seit vier Wochen ist nun ein neues Pärchen im großen Gehege des Parks.

Revierkämpfe bedeuten zu hohes Risiko

Aber auch diese Tiere können nicht mit Findus leben. Vaubel erklärt das so: „Katzen sind ja normalerweise Einzelgänger und Findus ist deutlich älter als die beiden Jungtiere.“ Dann finden Revierkämpfe statt, die im eingezäunten Bereich nicht durch Weglaufen beendet werden können. „Das ist ein Risiko, das wir nicht eingehen wollen“, sagt Vaubel. Deshalb werden die Gehege der drei Tiere täglich getauscht, ohne, dass die Luchse sich dabei begegnen.

„Das ist aber dauerhaft nicht so vorgesehen. Wir wollen ein Pärchen, das Nachwuchs hat“, macht Arne Vaubel deutlich. Also wird unser rastloser Junggeselle Findus weiterhin ein passendes Zuhause suchen - und vielleicht irgendwann auch die passende Dame finden.

 
 

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