„LiGa“-Projekt läuft an drei Gelsenkirchener Schulen

Zum offiziellen Auftakt des Landesprogramms LiGa (Leben und Lernen) in der Gesamtschule Berger Feld  gaben Jugendliche einen Eindruck von ihren (Tanz)-Aktivitäten an der Schule.
Zum offiziellen Auftakt des Landesprogramms LiGa (Leben und Lernen) in der Gesamtschule Berger Feld gaben Jugendliche einen Eindruck von ihren (Tanz)-Aktivitäten an der Schule.
Foto: Foto: Martin Möller / Funke Fot
  • Für Leben und Lernen im Ganztag an drei lokalen Schulen steht das Kürzel „LiGa“
  • NRW-Bildungsministerin Löhrmann stellte die Initiative jetzt in der Gesamtschule Berger Feld vor
  • Der Schalker Jungprofi Fabian Reese dient als bestes Beispiel für die angestrebte Talentförderung

Gelsenkirchen.. Da staunte auch die Ministerin. In einem selbst gedrehten Film mit eigener Inszenierung tanzten Schüler auf den Bänken, verrenkten ihre Hüften zu Klängen des Musicals Grease. Sylvia Löhrmann war zur Auftaktveranstaltung des Landesprojekts „LiGa – Leben und Lernen im Ganztag“ in der Gesamtschule Berger Feld zu Gast. Was sie auf der Leinwand und anschließend bei Live-Tänzen der Schülerinnen sah, passte ins Bildungsbild, individuelles Lernen und soziales Miteinander zu ermöglichen.

131 Gesamtschulen in Nordrhein Westfalen nehmen an dem Projekt der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) und der Stiftung Mercator teil. Aus Gelsenkirchen beteiligen sich die Gesamtschulen, Erle, Buer-Mitte und Berger Feld an dem Projekt. Bundesweit werden 300 Schulen unterstützt, die eigene Ideen entwickeln sollen, um durch umfassende individuelle Bildungsförderung bessere Lernerfolge im Ganztag zu erzielen. Sylvia Löhrmann ist sicher, dass mit diesem Projekt bestmögliche Chancen auf gute Bildung und soziales Lernen bestehen.

Beitrag zur Chancengleichheit

„Wir müssen die Kopplung der Bildungsbenachteiligung nach sozialer Herkunft aufbrechen und einen Beitrag zur Chancengleichheit leisten“. sagt Löhrmann. Das Projekt sieht sie nicht als verordneten Weg, sondern als Gemeinschaftsaufgabe, bei der die Eltern mit eingebunden sind. Schüler würden an Kultur und Sport herangeführt, könnten außerschulische Lernorte besser entdecken.

DKJS-Geschäftsführerin Dr. Heike Kahl hält die Unterstützung und Förderung insbesondere von benachteiligten Schülern für eine Gemeinschaftsaufgabe. Die Stiftung bringe die fachliche Kompetenz mit, Schulen zu beraten und Vertrauen aufzubauen. Kahl: „Wir sind nicht nur Impulsgeber, sondern auch an der Entwicklung der Gesellschaft interessiert.“

Chancengleichheit ermöglichen

Winfried Kneip, Geschäftsführer der Stiftung Mercator, sieht Sprachbildung als Hebel, um Bildungsbenachteiligung zu verringern und Chancengleichheit zu ermöglichen. Der Ganztag biete Schülern wie Lehren mehr an Zeit für die Realisierung gemeinsamer Lernziele. Schließlich entscheide sich in der Schule, ob ein Kind seine Ziele und Träume im Leben verwirklichen könne.

Die Verwirklichung eines Traums verkörpert sicher niemand besser als Fabian Reese. Der Jungprofi von Schalke 04 baute sein Abi an der Gesamtschule Berger Feld und verbrachte parallel zur Schule seine Trainingseinheiten in direkter Nachbarschaft bei den Blau-Weißen. Reese: „Durch den Sport sind zwar viele Stunden ausgefallen. Doch nach dem Unterricht hatte ich mitunter Einzelstunden, musste auch an Samstagen die Schulbank drücken. Ich wünsche vielen Kindern und Jugendlichen, dass sie die Chance haben, an der Ganztagsschule Bildung und Talententwicklung erleben zu können.“

 
 

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