Kulturkanal startet in Gelsenkirchen mit Schiffsparade

Mit einer Schiffsparade startet der Kulturkanal 2016. Den Rahmen dazu bildet ein Familienfest am Fuße der Doppelbogenbrücke.
Mit einer Schiffsparade startet der Kulturkanal 2016. Den Rahmen dazu bildet ein Familienfest am Fuße der Doppelbogenbrücke.
Foto: Foto: Martin Möller / Funke Fot
Familienfest findet am Fuße der Doppelbogenbrücke statt. Dazu singt ein Shanty-Chor, die Rettungstaucher zeigen ihr Können. Besucher angeln Forellen.

Gelsenkirchen.. Drei Grad und Schneeregen, zuweilen aber auch strahlende Sonne – der Sonntag präsentierte ein wahrhaftes Aprilwetter, wechselhaft und teils extrem ungemütlich. Trotzdem ließen sich tausende Besucher nicht davon abhalten, die Auftaktveranstaltung zum „Kulturkanal 2016“ im Nordsternpark zu besuchen.

Das sommerliche Kulturformat entlang des Rhein-Herne-Kanals, zum Kulturhauptstadtjahr aus der Taufe gehoben, firmiert seit 2012 im RVR. „Es ist ein besonderes Erlebnis, das Ruhrgebiet vom Wasser aus zu entdecken“, unterstreicht Barbara Klask aus der Presseabteilung des Regionalverbands Ruhr. Durch die Fahrgastschifffahrt und viele Veranstaltungen entlang der künstlichen Wasserstraße werden in jedem Jahr Touristen wie Einheimische in die Städte zwischen Duisburg und Datteln gelockt. Eine große Schiffsparade zum Auftakt gibt es seit drei Jahren, das Gelsenkirchener Stadtmarketing hatte nun erstmals ein Familienfest zum Start der Parade organisiert. „Dieses beeindruckende Event verdient eine noch größere Aufmerksamkeit“, ist Marketing-Leiterin Sandra Falkenau überzeugt.

Dreißig Stände rund um das maritime Thema

Das den ganzen Tag nicht abreißende Interesse der Besucher gab ihr Recht. Dreißig Stände rund um das maritime Thema boten Information und Unterhaltung für Groß und Klein. Kinder wippten laut lachend auf „Schiffsschaukeln“, konnten Schnupperangeln oder Forellen räuchern. Die Tauchergruppe der Feuerwehr Gelsenkirchen zeigte ihre Fähigkeiten. „Fünfzehn Einsätze gab es im vergangenen Jahr, von Personensuche bis Tauchen nach einem Tresor“, berichtete Brandinspektor Marcus Frenthoff. Die komplette Ausrüstung eines Rettungstauchers am Eingang des Parks wurde bestaunt. „Die Kinder schauen begeistert, die Erwachsenen zeigen ein ausgeprägtes Interesse und stellen viele Fragen.“

„Heimweh nach St. Pauli“ wehte es von der Bühne herüber, der Shanty-Chor aus Herten ließ bekannte Melodien erklingen. Nach und nach füllten sich die „besten“ Plätze am Geländer der Brücke, alle waren in freudiger Erwartung der Parade. Um Punkt 14 Uhr der Start, Musik spielte und Seemannslieder ertönten aus tausend Kehlen. „Das ist die Liebe der Matrosen“, „Junge komm bald wieder“ – der RVR hatte Liedzettel vorbereitet, so konnten wirklich alle mitmachen. Fast vierzig motorisierte und nicht motorisierte Boote und Schiffe tuckerten unter großem Beifall Richtung Oberhausen. Unzählige Hände winkten, von Bord an Land und von Land an Bord.

 
 

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