Küppersbusch geht auf Sanierungskurs

Die Produktion in der Großküchentechnik läuft weidtr. Vom Schutzschirmverfahren nicht betroffen ist das Schwesterunternehmen Küppersbusch Hausgeräte.
Die Produktion in der Großküchentechnik läuft weidtr. Vom Schutzschirmverfahren nicht betroffen ist das Schwesterunternehmen Küppersbusch Hausgeräte.
Foto: WAZ FotoPool

Gelsenkirchen. Die Küppersbusch Großküchentechnik hat beim Amtsgericht Essen Antrag auf ein Schutzschirmverfahren gestellt und strebt nun innerhalb der nächsten sechs Monate eine Sanierung aus eigener Kraft an. In drei Monaten muss ein Sanierungsplanvorliegen. Zur Seite werden der Firmenleitung in der Feldmark dabei ein externer Berater als weiterer Geschäftsführer und ein vom Gericht bestellter Sachwalter stehen. Löhne und Gehälter für 167 Mitarbeiter werden gezahlt, die Produktion läuft unvermindert weiter, das Unternehmen ist weder insolvent noch zahlungsfähig – was Voraussetzungen für das Schutzschirmverfahren sind.

Küppersbusch möchte viele Arbeitsplätze erhalten

Das böse „I-Wort“ für Insolvenz vermeidet man bei Küppersbusch und setzt voll auf die eigene Stärke. „Küppersbusch Großküchentechnik ist ein hochinnovatives Unternehmen mit wettbewerbsfähigen, attraktiven Produkten“, betont Sanierer Stefan Weniger, der neben dem altgedienten Geschäftsführer Michael Huber die Firmengeschicke leitet. Die Schieflage erklärt er mit einer zunehmenden europaweiten „spürbaren Marktschwäche in wichtigen Schlüsselmärkten“ für Premiumausstattungen in Hotellerie, Catering und Großküchen.

Die Arbeitnehmerinteressen im zuständigen Gläubigerausschuss vertritt die IG Metall Gelsenkirchen. „Die Produkte sind gut, Küppersbusch wurde auf dem falschen Fuß erwischt“, meint der 1. Bevollmächtigte Robert Sadowsky. Er fürchtet: „Das wird für alle Beteiligten im hohen Maße unerfreulich werden.“ Dennoch setzt er aufs Verfahren. „Ich glaube, dass es die Möglichkeit gibt, den Standort und möglichst viele Arbeitsplätze zu erhalten.“

 
 

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