Künstler widmen sich dem Element Wasser

Treffen letzte Vorbereitungen für die Ausstellung „Aqua“, die am Sonntag im Domizil des Gelsenkirchener Künstlerbundes eröffnet wird.
Treffen letzte Vorbereitungen für die Ausstellung „Aqua“, die am Sonntag im Domizil des Gelsenkirchener Künstlerbundes eröffnet wird.
Foto: FUNKE Foto Services
Künstlerbund Gelsenkirchen zeigt ab Sonntag 16 unterschiedliche Positionen im Domizil.

Gelsenkirchen. Ein Wasserfall rauscht den Abhang hinunter, eine Frau zieht ihre Bahnen durchs kühle Nass, leere Plastikflaschen türmen sich am Boden. „Aqua H2O“ titelt der Bund Gelsenkirchener Künstler seine aktuelle Ausstellung, die am Sonntag eröffnet wird und in der 16 Künstlerinnen und Künstler ganz unterschiedliche Positionen zum nassen Element zeigen.

Die wohl ungewöhnlichste Sicht auf das Thema fand der Bochumer Künstler Christoph Lammert, erst kürzlich zur Künstlervereinigung dazu gestoßen. Eher bekannt für abstrakte Farb- und Formgestaltungen entschied sich Lammert für eine gesellschaftspolitische Annäherung über die Bibel. Laut Evangelium wusch sich Pontius Pilatus einst die Hände und beteuerte seine Unschuld am Blutvergießen.

Lammert: „Seine Hände in Unschuld waschen meint heute: Damit habe ich nichts zu tun!“ Diese Haltung, Verantwortung abzuweisen, symbolisieren in der Installation eine blutige Waschschüssel, eine Schale mit Seife, eine Christusfigur aus Fundstücken und der Satz: „Was den Wasserverbrauch in die Höhe treibt ist die Tatsache, dass immer mehr Menschen ihre Hände in Unschuld waschen.“

Ein Thema, ganz unverwässert

Unterschiedliche Aggregatzustände des Wasser thematisiert Monika Stolarcyk-Salehin in ihrer Installation aus Acrylmalerei und tiefblauen Plastikflaschen. Heike Klinger malte in einem Triptychon eine facettenreiche, tiefblaue Wassertraumlandschaft als Ursprung allen Lebens.

Ilsebill Eckle stellt die beiden Märchenfiguren, den Fischer und seine Frau Ilsebill, als Skulpturen auf den Sockel. Der Fischer trägt einen dicken bunten Fisch unterm Arm, seinem Element Wasser gerade entrissen. Idur Eckle ist mit Reisefotografien vertreten.

Christel Klarhöfer spürt dem Element Wasser in seiner ganzen Kraft und Energie nach. Ihre Malerei „Bewegung“ zeigt einen mit Macht herabschießenden, üppigen Wasserfall.

Abstrakte Farblandschaft

Mit der Transparenz setzt sich Karin Templin-Glees auseinander in ihrer fließenden, vor dem Schaufenster schwebenden Installation. Blau leuchten die Objekte von Christel Zibert, die sich zeitkritisch mit der Verschwendung einer lebenswichtigen Ressource durch den Menschen auseinandersetzt.

Barbara Ring setzt das Element um in eine abstrakte Farblandschaft, in der sich zarte Töne mit kräftigen Farben vermischen und gleichermaßen Kraft und Weichheit vermitteln. Damit sind nur einige Positionen beschrieben, weiterere zeigen Claus Berges, Christian Hardick, Sabine Leichner-Heuer, Gertrude Weddige und Mamothusi Yvonne Tlhong.

Die Ausstellung „Aqua“ wird am Sonntag, 12. Juni, um 11 Uhr im Domizil des Gelsenkirchener Künstlerbundes an der Bergmannstraße 53 eröffnet.

Die Werke der 16 Künstler werden bis zum 6. August zu sehen sein. Öffnungszeiten: samstags von 14 bis 17 Uhr und nach Vereinbarung
(0209 498956). Eintritt frei.

 
 

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