Künstler und Schüler gestalten U-Bahn-Haltestelle

Schüler des Berufskollegs für Technik und Gestaltung präsentieren den selbst angefertigten Rahmen für ein Bild des Malers Karl-Heinz Rotthoff..
Schüler des Berufskollegs für Technik und Gestaltung präsentieren den selbst angefertigten Rahmen für ein Bild des Malers Karl-Heinz Rotthoff..
Foto: Funke Foto Services
Für den Heinrich-König-Platz malte Karl-Heinz Rotthoff, junge Menschen erstellten einen Rahmen

Gelsenkirchen. Die Umgestaltung des Heinrich-König-Platzes laufen auf Hochtouren. Neben den Bauarbeiten werden Bäume eingepflanzt und Blumentöpfe aufgestellt. Auch die U-Bahn Haltestelle soll verschönert werden. Alte Fotos der Bahnhofsstraße, des Hans-Sachs-Hauses und des Bahnhofs sowie verschiedene Schriftstücke und Stadtpläne schmücken bereits die halbrunden Wände. Nach einer Anfrage der Stadt erklärte sich der Künstler Karl-Heinz Rotthoff bereit, mehrere seiner Bilder dort aufzuhängen.

Eins der Kunstwerke, das bald dort präsentiert werden soll, zeigt ein Porträt des römisch-katholischer Priesters Heinrich König, der als Gegner des Nationalsozialismus galt und in der katholischen Kirche als Märtyrer verehrt wird. Im KZ Dachau wählte ihn die SS für medizinische Experimente aus. Nach einer absichtlich herbeigeführten Blutvergiftung, starb er am 24. Juni 1942 in dem Konzentrationslager. Seine Leiche wurde verbrannt.

Weitere Symbole, die in Verbindung zu dem Priester stehen, befinden sich zudem auf dem farbenfrohen Ölgemälde, das allerdings als Druck in der U-Bahn-Station aufgehängt wird. Außerdem ziert der Spruch „Der Lohn für euer mutiges Mahnen war der Tod“ das Gemälde.

Schüler fertigten Rahmen für Bild an

Unterstützung leisteten Schüler des Berufskolleg für Technik und Gestaltung Gelsenkirchen, des Bildungsgangs Metall. Im Rahmen eines Projektes fertigten diese unter Anleitung von Lehrer Rainer Cress in der Metallwerkstatt einen Rahmen aus Edelstahl an. Der Schüler Arjanitz Kadreja (21) über das Projekt: „Seit drei bis vier Wochen arbeiten wir jetzt an der Erstellung des Rahmens.“ Die praktische Arbeit macht Spaß und wir lernen viel.“ Auch der achtzehnjährige Artur Zuchowski scheint zufrieden: „Wir müssen den Rahmen jetzt noch polieren und die Halterung anbringen. Ich freue mich schon, wenn alles hängt und ich es mir selbst in der U-Bahn-Station ansehen kann.“

 
 

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