Krebsverdacht schneller finden durch „AuRIS“

Eine Ultraschalldatenbrille mit dreidimensionalem Blick soll die Arbeit der Ärzte zukünftig erleichtern. Rund eine viertel Million Euro wird für ein 18-monatiges medizintechnisches Enwicklungsprojekt an der Westfälischen Hochschule zur Verfügung gestellt. Über die Brille entsteht ein virtuelles Bild der zu untersuchenden Stelle beim Patienten. Dadurch lässt sich die Gewebeentnahme-Nadel schneller und leichter zum möglichen Krebsherd vorschieben. Die Medizintechnik-Wissenschaftler Stefan Maas und Christian Sobotta entwickeln mit dem Studenten Marvin Ingler das „Augmented Reality Intervention System“ (AuRIS). Dieses vermeidet einen Blickrichtungswechsel des Arztes zwischen Ultraschallkopf, Bildschirm und Patient. Ultraschall arbeitet nicht mit Röntgenstrahlen, erlaubt eine direkte Intervention und ist billiger - also ein beliebtes Mittel zur Bildgebung. Finanziert wird das Projekt durch das Land NRW und aus dem europäischen Fonds für regionale Entwicklung. Nach dem Förderzeitraum soll aus dem Projekt eine Firma entstehen, in der die Wissenschaftler das Unternehmen leiten. „Unser neues Produkt soll über die Hersteller von Ultraschallgeräten vermarktet werden. Die Unternehmen können sich so auf dem Markt profilieren. Einige haben ihr Interesse bereits schriftlich bei uns angemeldet“, so Maas.

 
 

EURE FAVORITEN