Kolping hält Erinnerung an KZ-Opfer wach

WAZ
Zum Gedenken an den von den Nationalsozialisten ermordeten katholischen Priester und Präses der Kolpingfamilie, Heinrich König, wurde am 30. Januar 1987 der Platz vor der Propsteikirche St. Augustinus nach dem Geistlichen benannt.
Zum Gedenken an den von den Nationalsozialisten ermordeten katholischen Priester und Präses der Kolpingfamilie, Heinrich König, wurde am 30. Januar 1987 der Platz vor der Propsteikirche St. Augustinus nach dem Geistlichen benannt.
Foto: WAZ FotoPool
Am 24. Juni, Heinrich Königs Geburts- und Todestag, findet um 18 Uhr in der Schalker St. Joseph-Kirche an der Kurt-Schumacher-Straße eine Andacht zu Ehren des KZ-Opfers statt. Anschließend gibt es einen Vortrag über die aktuellen Forschungen zu seiner Person von Karl-Heinz Rotthoff.

Gelsenkirchen. Am 24. Juni 1942 starb der Vikar Heinrich König an seinem 42. Geburtstag im KZ Dachau. Kolping in Gelsenkirchen erinnert in vielfacher Weise an den Priester und Kolpingpräses, der für den Einsatz seines Glaubens sein Leben in der NS-Zeit ließ. So zum Beispiel mit der Namensgebung des Heinrich-König-Platzes, mit der Errichtung der Gedenkstele, mit der Umbenennung der U-Bahnstation (damals Neumarkt) in Heinrich-König-Platz, mit der Grabkonche in der Kirche St. Augustinus und zuletzt 2012 mit einer Erinnerungstafel in der Ahstraße am Standort des früheren Rathaus und Polizeigefängnis.

„Jährlich am 24. Juni, Königs Geburts- und zugleich Todestag, erinnerten Gläubige und noch lebende Weggefährten am Platz der Gedenkstele an den Geistlichen“, so Bezirksvorsitzender Klaus Wehrhöfer. Wegen der Baustelle wird der Stein bis „2015 fachgerecht eingelagert und soll dann einen neuen Standort finden, der noch mit der Stadt abgestimmt werden muss.“

Kolping-Vertreter fahren nach Hagen

Am kommenden Montag findet daher um 18 Uhr in der Schalker St. Joseph-Kirche an der Kurt-Schumacher-Straße eine Andacht zu Ehren Königs statt. Anschließend gibt es einen Vortrag über die aktuellen Forschungen von Karl-Heinz Rotthoff, der bereits über Jahrzehnte an der Beschreibung des Lebenswerks von Heinrich-König arbeitet. Tags darauf fahren Kolping-Vertreter nach Hagen: In den 1920-ziger Jahren war König dort Kaplan.