Kodiakbärin Brenda zog von Gelsenkirchen nach Wuppertal

Tschüss Gelsenkirchen, tschüss Zoom Erlebniswelt: Kodiakbärin Brenda wurde Montag gut gesichert zum Zoo nach Wuppertal gebracht.
Tschüss Gelsenkirchen, tschüss Zoom Erlebniswelt: Kodiakbärin Brenda wurde Montag gut gesichert zum Zoo nach Wuppertal gebracht.
Foto: Funke Foto Services
Die 22-jährige Kodiak-Dame Brenda verließ die Zoom Erlebniswelt Richtung Wuppertaler Zoo. Dort wird Brenda mit Artgenossin Mabel (30) zusammenleben.

Gelsenkirchen.. Im März 2014 trug Brenda Trauer. Buffy war tot. Ihr Partner, Kumpel, Spielkamerad und Beschützer, an dessen Halbtonnen-Körper die kleine Bärendame ihre geschmeidigen 300 Kilo Lebendgewicht so schön ankuscheln konnte. Buffy, der 28 Jahre alt wurde, und Brenda, heute 22, waren ein echt bäriges Traumpaar, seit sie gemeinsam in der Erlebniswelt Alaska lebten.

Der Kodiak-Bärin aus Buenos Aires, die 2010 im Zoom einzog, blieben noch Youri und Kolja, die beiden Kamtschatkas. Jetzt sind die „Bärenbrüder“ vorübergehend allein. Brenda ist ausgezogen. Neugierig schauten die Riesen gestern zu, wie sie in einer Transportkiste im Lieferwagen des Wuppertaler Zoos verschwand. Bye, bye Brenda ...

Brenda wurde auf den Transportkäfig gut vorbereitet

Die für einen Kodiak vergleichsweise zierliche Brenda war seit Wochen auf ihren Umzug im gut gesicherten Transportkäfig vorbereitet worden. Mit feinstem Honig machte ihr Tierpflegerin Katharina Eck (27) die Box im Wortsinn schmackhaft. „Der Schieber war beim Üben immer oben, damit Brenda sich sicher fühlen konnte“, lacht die junge Frau, die den Ablauf der Verladung am späten Montagvormittag keinen Moment aus den Augen lässt.

Um 11 Uhr erreicht der Lieferwagen der Zoo-Kollegen aus der Schwebebahn-Stadt die Alaska-Erlebniswelt und bringt sich unweit der Bärenunterkunft in Position. Dort wartet Brenda in der großen, fast blickdichten Kiste. Nur an der Stirnseite kann Brenda herausschauen. Die Bären-Dame wirkt relaxed, was an der letzten Portion feinsten Honigs liegen mag, mit dem sie vorhin wieder in die enge Transportbehausung gelockt wurde. An der zum ersten zum ersten Mal das Gitter heruntergelassen wurde ...

Tierpflegerin und Tierärztin beobachten das Verladen

Behutsam fährt die Ladefläche des Staplers dann unter das Gehäuse, das vorsichtig ans Heck des Lieferwagens gefahren wird. In den Reihen der Beobachter fällt der Spruch: „Wie Sie sehen, sehen Sie nix ...“ Erst als die Transportkiste gedreht wird, sieht Brenda, wer zum Abschied bereit steht. Markus Tekampe, Tierpfleger und Alaska-Revierleiter, Tierärztin Dr. Pia Krawinkel und Katharina Eck haben ihre Bärin im Blick. Bevor die endgültig im Auto verstaut ist, vergeht ihr irgendwann die Lust aufs Publikum. Sie dreht sich, zeigt ihr bärenstarkes, dickfelliges Hinterteil. Auch nett ... Das Problem ist nur: Der letzte Honig klebt auf dem Boden an der einsehbaren Gitterseite. Also dreht sich Brenda trotz der Enge fast geschmeidig wieder herum, bearbeitet den Boden mit den Tatzen, als wollte sie ihn wienern. Dann schließen die Zoo-Kollegen Claus Kühn und Severin Dreßen aus Wuppertal endgültig die Autotüren.

Bye, bye Brenda. Kodiak-Oma Mabel (30) an der Wupper freut sich schon, dass sie endlich wieder eine Gehege-Genossin bekommt.

 
 

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