Knotenpunkte für kostenfreies WLAN gesucht

Für Flüchtlinge ist das Smartphone die einzige Verbindung zu anderen Familienmitgliedern, die möglicherweise in der Heimat in Gefahr schweben.
Für Flüchtlinge ist das Smartphone die einzige Verbindung zu anderen Familienmitgliedern, die möglicherweise in der Heimat in Gefahr schweben.
Foto: dpa
Freifunker und Spunk suchen in Gelsenkirchen Menschen, die mit ihren Routern Knotenpunkte für Freifunk anbieten. Vor allem nahe Flüchtlingsunterkünften.

Gelsenkirchen.. Das Internet wird immer wichtiger. Viele Dinge lassen sich online erledigen, viele Kontakte laufen zum Großteil über das Internet mit Hilfe von Sozialen Netzwerken oder What’s App. Auch für Flüchtlinge ist das Internet häufig die einzige Chance, um Kontakt zu den eigenen Verwandten zu halten. Edwin Novik und seine Mitstreiter wollen mit Hilfe der Freifunk-Initiative nun weitere Hot-Spots in Gelsenkirchen einrichten, damit an möglichst vielen Orten die Menschen ohne Vertrag, Kosten und einer Anmeldung dennoch ins Internet kommen. Unterstützt werden sie dabei vom Programm „Think Big“.

„Leider hängt ein Zugang zum Internet auch oft vom Geldbeutel ab. Viele Jugendliche und vor allem auch Flüchtlinge können es sich nicht leisten, mit dem Smartphone überall im Internet zu sein. Mit der Einrichtung eines Freifunk-Knotens kann an den jeweiligen Orten kostenlos und barrierefrei das Internet genutzt werden“, so Edwin Novik. „Rund 100 dieser Knoten sind bereits eingerichtet, ein Großteil in der Gelsenkirchener City rund um die Hauptstraße. Mit unserem Projekt wollen wir weitere Knotenpunkte einrichten, besonders in Umgebung von Flüchtlingsunterkünften.“

Keine Angst vor rechtlichen Konsequenzen

Einige Unterstützungszusagen gibt es bereits. Doch die Gruppe sucht noch Privatpersonen und Geschäftsleute, die bei sich einen Freifunk-Knoten einrichten lassen würden. Dazu müssten sie nur Strom für den Router und einen Zugang zu einem vorhandenen Router im Haus zur Verfügung stellen. Angst vor rechtlicher Verfolgung bei Missbrauch müssten sie nicht haben, da die Internetnutzung selbst über die Freifunk-Initiative laufe. Mehr Info www.freifunk-gelsenkirchen.de .

Bei der Realisierung des Projektes hilft auch „Think Big“, ein Programm der Fundación Telefónica und der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung mit O2. Jugendliche zwischen 14 und 25 Jahren können Ideen einreichen und mit bis zu 400 Euro und einem Coaching unterstützt werden. Wer einen Knotenpunkt anbieten mag: Eine Mail an spunk-ge@gmx.de reicht aus.

 
 

EURE FAVORITEN