Keine Überraschung

Die Rücktrittsforderung der SPD mag ungewöhnlich sein, überraschend ist sie nicht. Sie entspricht sogar durchaus den letzten Entwicklungen und steht mit dem Blick auf die erwiesenen Fehlverhalten für eine gewisse Kontinuität. Wissmann ist weg, Frings gekündigt, Gresch gekündigt – bei beiden laufen noch die Verhandlungen vor dem Arbeitsgericht.

Und Weingarten? Man darf gespannt sein, wie der Aufsichtsrat der St. Augustinus GmbH im Schatten des Kreuzes handeln wird. Gerade auch, weil er seinem Geschäftsführer auf jeden Fall nicht vorwerfen kann, relevante Inhalte verschwiegen zu haben. Seine Informationsweitergabe in Richtung der Aufsichtsgremien hat Weingarten dem Untersuchungsausschuss in der letzten Sitzung offen eingestanden. Das bestätigt den Eindruck, dass mit Kindern Kasse zu machen, ein Geschäftsmodell ist, das nicht nur Einzelpersonen betreiben.

 
 

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