Gelsenkirchen

Insolvenz von Traditionsbäcker Heinisch: Was passiert mit den Mitarbeitern und Filialen?

Die Bäckerei Heinisch musste alle Fillialen schließen. Eine Kundin wirft einen letzten Blick durchs Schaufenster.
Die Bäckerei Heinisch musste alle Fillialen schließen. Eine Kundin wirft einen letzten Blick durchs Schaufenster.
Foto: Dominik Göttker
  • Gelsenkirchen: Das insolvente Traditionsunternehmen Heinisch hatte sechs Bäckereien
  • Doch was ist aus den Filialen und Mitarbeitern geworden?

Gelsenkirchen. Fast 60 Jahre gehörte die Traditionsbäckerei Heinisch in das Stadtbild von Gelsenkirchen. Insgesamt sechs Filialen hatte das Familienunternehmen, eine davon sogar in Essen.

Traditionsbäckerei hatte sechs Filialen

Dann meldete das Unternehmen im Juli 2017 Insolvenz an. Plötzlich standen die Kunden vor geschlossenen Türen. Doch was ist aus den Filialen sowie ihren Mitarbeitern geworden?

Die gute Nachricht vorweg - in zwei der Zweigstellen werden wieder Brötchen verkauft: Die Filiale in der Bickernstraße sowie die einzige Essener Filiale in Katernberg wurden von Georg Kaltenkirchen übernommen.

Bäckerei Kaltenkirchen übernahm auch Mitarbeiter

Er selbst hat einen mittelständigen Betrieb. „Es hat natürlich einen bitteren Beigeschmack, wenn solch eine Traditionsbäckerei seine Türen schließen muss, jedoch hatten wir das Glück, dass wir die Möglichkeit hatten, die beiden Bäckereien zu übernehmen, anstatt eine der großen Ketten.“

Und auch die Mitarbeiter der beiden Filialen wurden von ihm angestellt und arbeiten weiterhin in den beiden Bäckereien. Ein weiter Vorteil die Lage: „Beide Filialen liegen nur Minuten von unserem Hauptsitz entfernt und sind somit gut erreichbar.“

Eigentlich wollte er sogar noch eine dritte Zweigstelle übernehmen: Die Filiale auf der Ückendorfer Straße. „Sie liegt an einem attraktiven Standpunkt und würde gut laufen“, erklärt Kaltenkirchen. Jedoch seien die Vermieterin des Ladenlokals und er nicht überein gekommen. Ob in die Filiale nun ein anderer Bäckereibetrieb zieht, ist unklar.

Obermeister der Innung hat Angestellte übernommen

Doch was ist aus den anderen drei Bäckerei-Filialen geworden? Christian Zipper, Obermeister von der Bäckereiinnung Emscher-Lippe, kann leider auch keine genauen Auskünfte zu den verbleibenden Filialen geben.

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Jedoch gibt es bei den ehemaligen Mitarbeitern Erfreuliches zu berichten: „Wir haben selber zwei von den ehemaligen Heinisch-Mitarbeitern übernommen.“ Sie sind nun in seiner Bäckerei Zipper angestellt. Auch andere Hänisch-Mitarbeiter sollen bei der Konkurrenz untergekommen seien - Er wisse er es jedoch nicht sicher.

Ehemaliger Firmensitz scheint wieder vermietet

Insolvenzverwalter von Henisch Rechtsanwalt Rolf Otto Neukirchen, teilt auf Nachfrage von DER WESTEN mit, dass der ehemalige Firmensitz an der Grillostraße neue Vermieter gefunden hätte. Ob jedoch wieder ein Backbetrieb dort einzieht, ist nicht klar.

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