Innenminister verteidigt Ermittlungen gegen Gelsenkirchener Polizisten

In dieser Straße fand der kritisierte Einsatz statt.
In dieser Straße fand der kritisierte Einsatz statt.
Foto: FUNKE Foto Services
Innenminister Jäger hat die Aufarbeitung des Gelsenkirchener Polizeieinsatzes verteidigt. Ein Mann war nach dem Schlag eines Polizisten gestorben.

Düsseldorf/Gelsenkirchen.. Das NRW-Innenministerium hat die Aufarbeitung eines umstrittenen Polizeieinsatzes in Gelsenkirchen verteidigt. Auch künftig müssten die örtlichen Polizeipräsidien grundsätzlich für Ermittlungen gegen eigene Beamte zuständig bleiben. Es gebe keinen Grund, stets Befangenheit zu unterstellen und die Zuständigkeit an neutrale Direktionen zu verlagern. Am Donnerstag war der Fall Thema im Landtag.

Die Ermittlungen im Gelsenkirchener Fall waren erst acht Tage nach dem Einsatz an die Essener Polizei übergeben worden. Inzwischen war bekannt geworden, dass der Vater eines beschuldigten Beamten ebenfalls bei der Gelsenkirchener Polizei arbeitet.

Die Essener Staatsanwaltschaft ermittelt gegen insgesamt vier Polizisten wegen des Verdachts der Körperverletzung im Amt. Einer von ihnen soll den Mann (ein polizeibekannter Gewalttäter) per Faustschlag niedergestreckt haben. Fünf Tage später starb er in einer Essener Klinik.

Die ehemalige Lebensgefährtin des Mannes hatte am besagten Tag zweimal die Polizei alarmiert: zuerst, weil er sie geschlagen, dann, weil er die Wohnung in Brand gesetzt haben soll. Die Polizei rückte mit fünf Streifenwagen an. (tobi)

EURE FAVORITEN