In Sippenhaft nehmen

Kein Sportverein der Welt, egal in welcher Disziplin zuhause, will in seinem Umfeld gewaltbereite Menschen wissen. Was die „Hugos“ da am Hauptbahnhof veranstalteten, war völlig neben der „Kappe“ und kann nur eines herausfordern: die ganze Härte des Gesetzes. Alles andere wäre widersinnig, denn sie haben neben der Verwerflichkeit ihrer Tat gegen Polizisten billigend in Kauf genommen, dass Unbeteiligte hätten mit hinein gezogen werden können.

An dieser Stelle würde Sinn machen, was als Sippenhaft bezeichnet wird und womit sich Bundesligisten leider recht schwer tun. Gerade der FC Schalke 04. Auf der einen Seite will er, wie der Aufsichtsratsvorsitzende Clemens Tönnies erst am Samstag im Gespräch versicherte, der Gewalt in Stadien keine Chance geben. Auf der anderen Seite aber will ein S04-Vorstand wie Peter Peters Strafen nur in Richtung der ermittelten Fans ausgesprochen wissen.

Das ist falsch, weil es nicht abschreckt!

Mitglieder dieser Gruppierung haben es nicht verdient, Heimspiele des FC Schalke 04 zu besuchen. Sie sind es, die Fans davon abhalten, den Fußball vorbehaltlos genießen zu können. Sie hebeln Voraussetzungen aus, dass etwa 14-Jährige allein und unbehelligt ein Spiel besuchen können, wie es Tönnies einfordert. Denn dazu gehören auch gefahrfreie An- und Abreisen, etwa mit der Bahn.

Man darf gespannt sein, welche Sanktionen der DFB ausspricht, um die Menschen und den Fußball zu schützen.

 
 

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