In Gelsenkirchen wird es keine Traglufthallen mehr geben

Anna Katharina Wrobel
Die abgebrannte Traglufthalle in Schaffrath wird nicht ersetzt.
Die abgebrannte Traglufthalle in Schaffrath wird nicht ersetzt.
Foto: Martin Möller / Funke Foto Services
Es gibt genug andere Unterbringungsmöglichkeiten für Flüchtlinge. Brandursache ist weiterhin unklar. Auch Kosten für Brand sind noch nicht bekannt.

Gelsenkirchen. Die Ursache für den Brand in der Traglufthalle in Schaffrath ist weiterhin unklar. Auch am Mittwoch war laut Polizei ein Brandsachverständiger vor Ort und untersuchte die Fläche; bis zum Abschluss der Ermittlungen bleibt sie gesperrt.

Die vom Brand betroffenen Flüchtlinge sind Mittwochvormittag alle von der Landesunterkunft an der Mehringstraße in drei städtische Unterkünfte verlegt worden. Wie berichtet waren sie bereits Dienstag mit den notwendigsten Sachen versorgt worden.

Zukünftig keine Traglufthallen mehr als Unterkunft für Flüchtlinge

Die Stadt Gelsenkirchen wird zukünftig keine Traglufthallen mehr als Unterkunft für Flüchtlinge nutzen. „Weil wir sie nicht brauchen“, sagt Stadtsprecher Oliver Schäfer. Die Traglufthalle in Schaffrath sei damals als Entlastung für die Turnhallen aufgebaut worden, als der Flüchtlingsstrom noch größer gewesen sei. „Mittlerweile haben wir andere Möglichkeiten, falls wir mehr Flüchtlinge unterbringen müssen“, so Schäfer weiter.

Die Fläche an der Paulusstraße soll nun ihrem eigentlichen Zweck zurückgeführt werden: „Sie soll ab nächstem Jahr als ökologische Ausgleichsfläche für das Waldquartier an der ehemaligen Kinderklinik an der Westerholter Straße genutzt werden“, sagt Schäfer. Denn: Wenn eine Grünfläche durch zum Beispiel Bebauung verschwindet, muss eine neue entstehen. Nach Freigabe werde das Gelände also aufgeräumt sowie gereinigt, anschließend dann bepflanzt und aufgeforstet, erklärt Schäfer.

Entstandene Kosten sind noch unklar

Was für Kosten durch den Brand für die Stadt entstanden sind, ist ebenfalls noch unklar. Schäfer: „Zurzeit kümmern wir uns um das Notwendigste, dann arbeiten wir die anderen Dinge Stück für Stück ab.“