Im Museum kam Kunst unter den Hammer

Auch eine Arbeit von Karl-Heinz Landowski stieß auf großes Interesse bei den vielen Besuchern der Auktion im Gelsenkirchener Kunstmuseum.
Auch eine Arbeit von Karl-Heinz Landowski stieß auf großes Interesse bei den vielen Besuchern der Auktion im Gelsenkirchener Kunstmuseum.
Foto: Michael Korte
Der Kunstverein versteigerte 105 hochkarätige Werke. Die Auktion erbrachte einen Erlös von 6500 Euro.

Gelsenkirchen..  „Zum Ersten, zum Zweiten und ...“ Bevor der Hammer von Auktionator Horst-Günter Seibt donnernd niedersausen kann, reckt noch rasch ein Kunstfreund seine Bieternummer in die Höhe. „190 Euro, wer bietet mehr?“, ruft der Leiter der Aktion lockend in die große Runde. Keiner, und schon wechselt das hochkarätige Bild blitzschnell seinen Besitzer, der vor Freude zufrieden strahlt.

Die 16. Kunstversteigerung des Kunstvereins lockte jede Menge kundige Schnäppchenjäger ins Kunstmuseum. Es wollten diesmal so viele Interessenten mit dabei sein, dass längst nicht jeder einen Platz fand. Schließlich kamen in diesem Jahr ganze 105 Werke von Künstlern aus Gelsenkirchen und der Region unter den Hammer. Und die Besucher wissen längst, dass sie mit etwas Glück Exponate ersteigern können, die in einer Galerie um ein Vielfaches teurer sind.

Über drei Stunden lang verwandelte sich das Museum in ein Auktionshaus. „Fast alle angebotenen Werke haben nun auch einen neuen Besitzer“, freute sich am Ende Kunstvereinsvorsitzender Ulrich Daduna. Nur wenige fanden keine Abnehmer und gehen zurück an die Künstler. Daduna stemmte das Projekt gemeinsam mit rund zwölf ehrenamtlichen Helfern, die den ganzen Abend lang alle Hände voll zu tun hatten.

Dazu gehörte das Schmieren von Schmalzstullen ebenso wie der Getränkeausschank und vor allem das Präsentieren der jeweiligen Kunstexponate. „Der Aufwand ist schon ziemlich groß“, gesteht Daduna. Aber er lohnt sich. Für die Kunstfreunde, aber auch für den Kunstverein. Immerhin 6500 Euro erbrachte die Versteigerung. Die Hälfe der Summe geht dabei an die Künstler, die andere fließt in die Arbeit des Kunstvereins.

Attraktion mit hohem Nutzwert

Die höchste Summe erzielte mit 290 Euro eine Acrylmalerei des international renommierten Gelsenkirchener Künstlers Jürgen Buhre. Unter dem Hammer kamen zudem unter anderem Arbeiten von Uwe Gelesch, Herbert Leppert,Felix Zdziuch, Heinrich Jüttner, Wolfgang Sternkopf oder Jesse Krauß. Das geringste Mindestangebot lag bei 1,99 Euro. Das Objekt hieß passenderweise „Schwein gehabt!“ Andere Exponate wurden schon für fünf Euro aufgerufen. Da schnellten die Bieterkarten natürlich in die Höhe.

Die Herzen der Kunstsammler erfreuten bizarre Objekte ebenso wie klassische Malerei, Skulpturen, Stoffobjekte, Aquarelle, Offsetdrucke und mehr. Das Angebot, in lockerer Atmosphäre unterhaltsam inszeniert, zieht inzwischen auch Menschen aus der Region in die Stadt. Eine Attraktion mit hohem Nutzwert!

Der Kunstverein Gelsenkirchen e.V. wurde 1968 als Zusammenschluss von Kunstfreundinnen und -freunden mit dem Ziel gegründet, sich für die Förderung und das Verständnis von Kunst einzusetzen.


Der Kunstverein bietet Ausstellungen, Vorträge und Studienfahrten an. Seine Aufgabe ist die Förderung von Kunst.

 
 

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