Gelsenkirchen

Hund springt in Gelsenkirchen ins Gleisbett – dann wird es dramatisch

Ein Hund und sein Frauchen legten den Zugverkehr am Hauptbahnhof in Gelsenkirchen zeitweise lahm.
Ein Hund und sein Frauchen legten den Zugverkehr am Hauptbahnhof in Gelsenkirchen zeitweise lahm.
Foto: imago images / biky

Gelsenkirchen. Diese Aktion in Gelsenkirchen hätte richtig übel enden können!

Eine 27-jährige Frau ist während des laufenden Bahnbetriebs in die Gleisanlagen am Hauptbahnhof in Gelsenkirchen gesprungen, um ihren entlaufenden Hund zu suchen.

Gelsenkirchen: Hund läuft über Gleise, Frauchen rennt hinterher – Lebensgefahr!

Gegen 22:30 Uhr am Samstag wartete die Frau zusammen mit ihrem Hund auf dem Bahnsteig 4/5 auf den Zug. Als der RE 42 einfuhr, soll sich der Hund gefährlich nah an der Bahnsteigkante aufgehalten haben. Daher leitete der Triebfahrzeugführer des Zuges eine Schnellbremsung ein.

Das verängstigte das Tier so sehr, dass es kurz darauf in die Gleisanlagen sprang. Die 27-Jährige lief ohne zu zögern hinter dem Vierbeiner in die Gleise, um das Tier zurückzuholen – und brachte damit sich selbst in akute Lebensgefahr.

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Sperrung soll Schlimmeres verhindern

Zum Glück reagierte die Bundespolizei schnell und ordnete eine Sperrung des Hauptbahnhofs an, um die denkbare Tragödie zu verhindern. Mit Erfolg! Zumindest das Frauchen war nun wieder in Sicherheit.

Sie musste noch rund 25 Minuten voller Angst um ihren treuen Begleiter auf der Polizeiwache verbringen, bis die Beamten das verängstigte Tier einfingen und seiner erleichterten Besitzerin zurückgaben.

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Hund und Frauchen sorgen für heftige Verspätung

Doch wie konnte der Hund sich losreißen? Eine Auswertung der Videoaufzeichnungen vom Bahnsteig ergab, dass die Frau wegen fahrlässigen Verhaltens mitverantwortlich sein könnte. Gegen die 27-Jährige wurde daher ein Strafverfahren wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr eingeleitet.

Durch den Vorfall setzte der RE 42 seine Fahrt rund 45 Minuten verspätet fort.

Bundespolizei mit Warnung

Die Bundespolizei warnt davor, die Gleisanlagen zu betreten – es besteht zu jeder Zeit Gefahr für Leib und Leben. Züge durchfahren Bahnhöfe mit bis zu 160 Kilometern in der Stunde, haben einen dementsprechend langen Bremsweg und fahren dabei fast lautlos.

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Bundespolizei warnt vor gefährlichem Verhalten

„Ein elektrisch betriebener Zug - selbst mit über 200 Stundenkilometern - ist für das menschliche Ohr erst wahrnehmbar, wenn er bereits vorbeifährt“, so die Beamten.

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Sie empfehlen daher, sich an Bahnhöfen an die folgenden Regeln zu halten:

  • Halten Sie sich auf dem Bahnsteig nicht unmittelbar an der Bahnsteigkante auf!
  • Die weiße Sicherheitslinie auf dem Boden markiert den sicheren Abstand zur Bahnsteigkante
  • Übertreten Sie die Sicherheitslinie erst dann, wenn der Zug hält.

Nur so könne die Sicherheit aller Bahnfahrenden und ihrer tierischen Begleiter gewährleistet werden. (vh)

 
 

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