Heiße Dusche und eine Hühnersuppe

Felix zur Nieden
Mit dem Herbst kommt die Erkältungszeit.
Mit dem Herbst kommt die Erkältungszeit.
Foto: WAZ
Heilpraktiker Reinhard Strehlke verrät, welche kleinen Tricks gegen die Erkältung im Herbst helfen und was das Immun-System auf Vordermann bringt. Schreiben Sie uns Ihre besten Hausmittel gegen Grippe & Co.

Gelsenkirchen. Herbstzeit ist Erkältungszeit. Wenn es draußen immer nasser und kälter wird, man häufig zwischen warmen Räumen und kalten Außenbereichen wechseln muss, dann fängt die Nase schnell an zu tropfen und im Hals wird es so manchem ganz kratzig.

Das muss aber nicht sein, wenn das Immunsystem intakt ist und der Körper sich gegen die kleinen Herbst-Wehwehchen zur Wehr zu setzen weiß. Um sich entsprechend vorzubereiten, muss es gar nicht immer die harte chemische Keule sein. „Es fängt schon bei Vitamin C und Zink an“, verrät Heilpraktiker Reinhard Strehlke. Seit 27 Jahren hat er seine Praxis in Buer und kennt den menschlichen Körper und seine Anfälligkeiten daher ganz genau.

Auch den Fachmann konsultieren

Vor allem Zink ist, wenn es um die Stärkung des Körpers geht, ein wahrer Alleskönner. „Zink stärkt das Immun-System und schützt vor den sogenannten Freien Radikalen. Darüber hinaus schärft es aber auch Seh- und Geschmacks-Sinn und sorgt für besseren Fettstoffwechsel“, erklärt Strehlke. Hier kann man getrost auch auf Tabletten zurückgreifen. Seine Empfehlung: jeden Abend eine.

Bei allen Hausmittelchen und guten Ratschlägen ist ihm vor allem eines wichtig: „Man kann immer versuchen, eine aufkommende Erkältung selbst zu behandeln, wenn es aber schlimmer wird, darf man sich nicht mehr darauf verlassen und muss unbedingt einen Fachmann konsultieren.“ Ohnehin sollte man das nach jeder schwereren Erkältung, um Blut und Urin kontrollieren zu lassen. „Es kann durchaus sein, dass der Auslöser für die Erkrankung an ganz anderer Stelle im Körper sitzt als dort, wo sich die Symptome zeigen.“

Homöopatika nicht auf eigene Faust auswählen

Trotzdem kann jeder auch selbst Zuhause etwas tun, um der triefenden Nase wieder Herr zu werden. „Wenn man merkt, dass sich etwas zusammenbraut, empfehle ich eine ausgiebige heiße Dusche. So heiß, wie man sie verträgt. Um danach die geöffneten Hautporen wieder zu schließen, kalt abbrausen, oder sich wieder ins Bett legen und abwarten, bis sich der Körper akklimatisiert hat“, so der Heilpraktiker.

Gegen kratzenden Hals hilft oft ein kalter Halswickel. „Der fördert die Durchblutung.“ Und auch eine Hühnersuppe kann wahre Wunder wirken. „Die sollte man aber unbedingt aus einem frischen Huhn kochen und nicht nur eine Tütensuppe anrühren“, sagt Strehlke. Generell empfiehlt er aber immer auch unterstützende Mittel zu nehmen. „Es gibt fantastische Homöopathika. Man sollte die aber mit einem Fachmann gemeinsam auswählen.“

Jeder kennt sie und viele halten sich seit Jahrzehnten daran: Hausmittelchen. Es gibt sie gegen fast alles. Gegen Schnupfen, gegen Husten, gegen Fieber, gegen Heiserkeit. Die Liste ist schier unendlich.

Die WAZ will sie alle kennenlernen. Schicken Sie uns ihre besten Rezepte gegen die kleinen Wehwehchen. Als Mail an redaktion.gelsenkirchen@waz.de, oder per Post: Ahstraße 12, 45879 Gelsenkirchen.