Guter Start mit großer Hypothek

Viel Lärm um nichts? Nein, so darf man es nicht sehen. Rund 40 000 verkaufte Drei-Tages-Tickets für die Premiere von Rock im Revier sind eine Größenordnung, auf der man aufbauen kann, um Gelsenkirchen ein (weiteres) Großfestival zu bescheren. Dass die Premiere von Lärmbelastung über Camping und Verkehr bis zum Sicherheitskonzept, dass eben der ganze Ablauf weitgehend reibungslos funktioniert hat, ist ein großes Plus. Ebenso die vielen entspannten Fans der Sorte hart aber herzlich. Die Organisation war höchst professionell. Im Zusammenwirken der Veranstalter, der Stadt und der Schalker Verantwortlichen, wurde in kurzer Zeit mit hohem Aufwand ein sehr ansehnliches Festival auf die Beine gestellt. Das Riesenmanko: In einer XXXL-Halle wie der Veltins-Arena wirken selbst ein paar tausend Zuschauer verloren. Wer Schalker Fußballstimmung (aus guten Zeiten) kennt, fühlte sich hier tagsüber wie im Tieffroster. Die Veranstalter wollen für die Neuauflage 2016 gegensteuern. Die Ankündigung steht. Ob sie noch nach dem Kassensturz gilt, wird sich zeigen.

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