Gündoğan als Vorbild für die Jugend

Gala-Abend beim International Business Club im Schloss Berge in Gelsenkirchen-Buer.
Gala-Abend beim International Business Club im Schloss Berge in Gelsenkirchen-Buer.
Foto: WAZ FotoPool
Fußballnationalspieler Ilkay Gündoğan erhielt einen Preis für seine Verdienste um Integration. International Business Club verlieh die Auszeichnung auf Schloss Berge in Gelsenkirchen. Auch Nuri Şahin erhielt Auszeichnung.

Gelsenkirchen.. In den Revierderbys war für den BVB gegen Schalke nichts zu holen. Ein Gelsenkirchener, der das schwarz-gelbe Trikot trägt, konnte nun Zählbares aus der Heimat mitnehmen. DFB-Nationalspieler Ilkay Gündoğan wurde vom International Business Club (IBC) für seine Verdienste um Integration ausgezeichnet.

Der Verein vergibt Stipendien an Schüler aus Migrantenfamilien. Sieben davon berichteten bei der Gala auf Schloss Berge von ihren USA-Erfahrungen, für sieben neue Stipendiaten steht der einjährige Austausch jetzt an.

Fußballprofi erfüllte Autogrammwünsche

Sogar zwei Dortmunder Spieler hatte der IBC mit der Verleihung des Integra-Awards bedacht. Neben Gündoğan („Für mich war es selbstverständlich, den Preis hier persönlich entgegen zu nehmen“) wurde Nuri Şahin geehrt. Der Lüdenscheider weilte aber noch im Urlaub und beauftragte den Teamkollegen per Videobotschaft mit der Überführung des Preises.

Nach Grußworten von Bürgermeisterin Gaby Preuß, dem Rektor der Ruhr-Uni Bochum, Elmar Weiler, dem Türkischen Generalkonsul Nafi Tosyali, US-Generalkonsulin Sarita Glassburner-Moen, Marco Buschmann (FDP) und Heike Gebhard (SPD) stand das Gala-Dinner auf dem Plan. Statt der Schlacht ums Büfett, wurde aber die Schlacht um Ilkay Gündoğan eröffnet. Der 22-Jährige erfüllte geduldig Autogramm- und Fotowünsche.

"Alles ist eine Nummer größer"

Danach berichteten Stipendiaten von ihrem Jahr in den USA. Vor wenigen Tagen ist Ahmet Özen aus Indiana zurückgekehrt. „Nach ein paar Stunden war ich in der Gastfamilie aufgenommen und durfte Hausarbeit machen“, schmunzelt der 17-Jährige. „Alles ist eine Nummer größer“, resümiert der Resser. Für Ceyda Aydin steht die Reise noch an. „Ich bin sehr nervös, weil ich noch nicht weiß, wohin es geht.“ Das Ziel ist der 15-Jährigen aber nicht so wichtig. „Hauptsache es klappt gut mit der Gastfamilie.“

Einen scharfen Blick auf das Miteinander von Deutschen und Türken warf Kabarettist Fatih Cevikkollu. Nicht ohne beide Gruppen auf die Schippe zu nehmen.

Das Beste aus beiden Kulturen

Nach zwei Derbyklatschen freute sich Dortmunds OB Ullrich Sierau sichtlich, den Preis zu übergeben. Der Sachsen-Anhaltiner lies auch am Freitag keine Gelegenheit aus, um sich mit den Erfolgen der jüngeren BVB-Vereinsgeschichte zu schmücken.

„Ilkay und Nuri vereinen das Beste aus beiden Kulturen und beide sprechen perfekt Deutsch und Türkisch“, begründete der IBC-Vorsitzende Emre Yavuz die Jury-Entscheidung.

 
 

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