Grünes Licht für Neuer-Stiftung als Träger der freien Jugendhilfe in Gelsenkirchen

Nationaltorwart Manuel Neuer bei der Einweihung des „Manus“, dem neuen Kinder- und jugendhaaus in Buer, in das 1,5 Millionen Euro aus Neuers Kids Foundation flossen.
Nationaltorwart Manuel Neuer bei der Einweihung des „Manus“, dem neuen Kinder- und jugendhaaus in Buer, in das 1,5 Millionen Euro aus Neuers Kids Foundation flossen.
Foto: WAZ FotoPool
Die Manuel Neuer Kids Foundation ist jetzt auch im Kreis der Träger der freien Jugendhilfe in Gelsenkirchen angekommen. Einstimmig beschloss der Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie am Dienstag die Anerkennung.

Gelsenkirchen.. Fast genau vier Jahre nach ihrer Gründung ist die gemeinnützige Manuel Neuer Kids Foundation nun auch anerkannter Träger der freien Jugendhilfe in Gelsenkirchen. In seiner Sitzung am Dienstag hat der Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie einem entsprechenden Antrag der Stiftung grünes Licht gegeben.

Der Beschluss, bezeichnender Weise im neuen Kinder- und Jugendtreff „Manus“ (Hände) in Buer gefasst, fiel einstimmig und folgte der Empfehlung der Verwaltung, die im September Gespräche mit Stiftungsvertretern geführt und die Voraussetzungen geprüft hatte. Schalkes ehemaliger Superkeeper und heutige Nummer 1 im Bayern-Tor war bei der offiziellen Einweihung des neuen Hauses vor zwei Wochen selbst zur Stelle. Im Ausschuss begrüßte gestern Stiftungs-Geschäftsführer Hendrik Schulze-Oechtering die Mitglieder des Gremiums.

„Dankbar, dass jemand ohne Verpflichtung sein Geld so sinnvoll anlegt“

Im Vorfeld der Einstimmigkeit schwang in einigen Wortbeiträgen aber auch ein ganz zarter Sorgenton mit. Etwa in der Stellungnahme der Ev. Kirche, die Peter Schmidt als Vertreter der evangelischen Jugend vortrug. Darin wird darauf verwiesen, dass sich 200 Meter Luftlinie vom neuen Manus entfernt der Treff „ApOTheke“ der Trinitatis-Gemeinde Buer befinde. „Die unmittelbare Nachbarschaft macht es nötig, Events abzustimmen“, heißt es da unter anderem.

SPD-Sprecherin Silke Ossowski schwärmte: „Ich hätte diese Einrichtung auch gerne in Schalke gehabt. Sie ist genau im Sinne der Kinder und Jugendlichen in Gelsenkirchen.“ Und meinte weiter: „Wir müssen wohl auch nicht die Sorge haben, dass hier in absehbarer Zeit eine Finanzspritze notwendig ist.“ Ausschuss-Vorsitzender Ralf Lehmann (SPD) unterstrich, man werde einvernehmlich mit allen Trägern zusammenarbeiten und Monika Kutzborski (CDU) betonte: „Wir müssen dankbar sein, dass hier jemand ohne Verpflichtung sein Geld so sinnvoll anlegt.“

Um die von Lehmann angekündigte Zusammenarbeit der Träger geht es der Stiftung auch grundsätzlich. Das sagte Geschäftsführer Schulze-Oechtering am Rande der Sitzung zur WAZ. Seit drei Jahren ist die Manuel Neuer Kids Foundation bereits in der Stadt, die den Ausnahmefußballer groß gemacht hat, gemeinnützig unterwegs. Mit dem Ziel, sozial benachteiligten Kindern und Jugendlichen Hilfe und Unterstützung zu bieten. Schon daraus ergibt sich, wie Jugendamtsleiter Alfons Wissmann erklärte, ein Anspruch auf Anerkennung als Träger der freien Jugendhilfe.

 
 

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