Gelsenkirchen

Großrazzia in NRW: Hier nimmt die Polizei ein Thai-Bordell in Gelsenkirchen hoch

Polizisten kontrollieren am Morgen ein Thai-Bordell in Gelsenkirchen.
Polizisten kontrollieren am Morgen ein Thai-Bordell in Gelsenkirchen.
Foto: ANC News

Gelsenkirchen. Es ist ein historischer Einsatz in der Geschichte der Bundespolizei: Am Morgen kontrollierten zeitgleich in zwölf Bundesländern 1.500 Polizisten 62 Bordelle und Wohnungen. Es ist die größte Razzia in der Geschichte der Bundespolizei.

Auch in NRW ging die Polizei gegen Bordelle in Gelsenkirchen, Dortmund, Düsseldorf und Siegen vor.

Der Vorwurf: Eine kriminelle Gruppe soll thailändische Frauen nach Deutschland geschleust haben. Hier sollen die Frauen zur Prostitution gezwungen worden sein. Um den Schleuserlohn abzuarbeiten, knüpfte die Bande ihren Opfern den gesamten Lohn ab. Dieser lag zwischen 16.000 bis 36.000 Euro. Der Ertrag für die Schleuser soll im siebenstelligen Bereich liegen.

„Es geht den Kriminellen nicht um humanitäre Fluchthilfe, sondern um persönliche Bereicherung in Form menschenverachtender Ausbeutung“, so der Präsident des Bundespolizeipräsidiums, Dr. Dieter Romann.

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Polizisten nehmen Thai-Bordell in Gelsenkirchen hoch

Auch auf der Horster Straße in Gelsenkirchen-Buer schleppten vermummte Polizisten am Morgen kartonweise Beweismaterial aus einem Thai-Bordell. Das Etablissement soll sich im ersten Stock des Hauses befunden haben. Um das Bordell zu erreichen, muss zuvor eine „Bar“ durchschritten werden.

Dabei machten die Besitzer keinen Hehl daraus, welche Dienste hier angeboten werden. Deutlich prangt ein Schild mit der Aufschrift „Wellness Club, Thai-Massage“ über dem Eingang an der Hauptstraße. Laut Polizei sollen die Schleuser auch hier besonders perfide vorgegangen sein: Im Rotationsprinzip sollen die Thai-Frauen und Transsexuellen von Salon zu Salon gewechselt sein.

Erfahrungsberichte aus dem Internet zeigen, dass hier mehrere Frauen und Transsexuelle verkehrten.

Horst Seehofer verurteilt organisierte Kriminalität scharft

Bundesinnenminister Horst Seehofer fand deutliche Worte gegen die kriminellen Machenschaften: „Der Bundespolizei ist ein harter und in seinem Ausmaß beispielloser Schlag gegen ein bundesweit verzweigtes Netzwerk der Organisierten Kriminalität gelungen. Viele hunderte Frauen und Männer waren der menschenverachtenden grenzenlosen Profitgier von Schleusern über Jahre und Landesgrenzen hinweg ausgeliefert. Diesem skrupellosen Vorgehen und der sexuellen Ausbeutung in einem abscheulichen Ausmaß konnte heute ein Ende gesetzt werden.“

 
 

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