Großbäcker Stauffenberg in der Krise

248 Mitarbeiter sind an der Wembkenstraße beschäftigt. Im Dreischicht-Betrieb wird vor allem für Discount-Ketten produziert.
248 Mitarbeiter sind an der Wembkenstraße beschäftigt. Im Dreischicht-Betrieb wird vor allem für Discount-Ketten produziert.
Foto: WAZ FotoPool
Über die Großbäckerei Albert Stauffenberg Bachfolger GmbH & Co. KG ist ein vorläufiges Insolvenzverfahren eingeleitet worden. 248 Mitarbeiter in Rotthausen sind davon betroffen. In den letzten Monaten gingen Firmenleitung und Betriebsrat von einer Rettung aus eigener Kraft aus. Nun ist die Stimmung umgeschlagen.

Gelsenkirchen.. Schon länger standen die Zeichen bei Stauffenberg auf Sturm: Zweimal wurden 2013 die Gehälter mit einem halben Monat Verzug ausgezahlt, das Augustgeld steht noch aus. Auch in der Vergangenheit hatte das Personal der Brotfabrik bereits mehrfach Lohn „gestundet“. Nun ist über die Großbäckerei Stauffenberg ein vorläufiges Insolvenzverfahren eingeleitet worden.

Das Amtsgericht Essen hat Rechtsanwalt Dr. Christoph Niering mit der vorläufigen Insolvenzverwaltung beauftragt. Betroffen sind in Gelsenkirchen 248 Mitarbeiter. Insgesamt beschäftigt der Großbäcker an allen deutschen Standorten rund 500 Menschen.

Im Sommer hatte sich die Geschäftsführung noch um eine Landesbürgschaft bemüht - offenbar vergebens. Die Finanzsituation der Großbäckerei hatte sich nach dem Auftragsverlust einiger Großkunden im Frühjahr verschärft. Damals gingen Betriebsrat und Firmenleitung davon aus, dass es sich lediglich um eine auf wenige Monate begrenzte „Umsatz-Delle“ handele. Einen Teil der Kunden konnte Stauffenberg bereits zurück gewinnen. Derzeit läuft der Dreischicht-Betrieb in Rotthausen wie gewohnt weiter.

 
 

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