Gottesdienst im Gelsenkirchener Weihnachtscircus

Weihbischof Matthias König empfing mehr als 400 Sternsinger zum Gottesdienst.
Weihbischof Matthias König empfing mehr als 400 Sternsinger zum Gottesdienst.
Foto: Funke Foto Services
Bereits zum achten Mal wurde die Sternsingermesse im Zirkuszelt gefeiert. Weihbischof Matthias König begrüßte mehr als 400 Messdiener

Gelsenkirchen.. Zirkusluft der etwas anderen Art konnten wieder mehr als 400 Kinder und Jugendliche aus unterschiedlichsten Gemeinden des Bistums beim Aussegnungsgottesdienst im Gelsenkirchener Weihnachtscircus schnuppern.

Weihrauchgeruch waberte durch die Manege des Circus Probst – bereits zum achten Mal waren Messdiener und Sternsinger aus dem Bistum Paderborn am Montag eingeladen, an der Bischofsmesse unterm Zirkuszelt teilzunehmen. In seiner Predigt berichtete Weihbischof Matthias König vom Kreislauf der Armut und erzählte von seinen Reisen nach Bolivien und den Verhältnissen, unter denen die Menschen, vor allem auch Kinder, in dem von Armut geprägten Land in Südamerika oft leben müssen. Denn in diesem Jahr geht ein Großteil der Spenden, die die Sternsinger des Bistums sammeln, nach Bolivien.

Die traditionelle Feier im Zirkus, die alle zwei Jahre im Zirkuszelt am Revierpark begangen wird, soll gleichzeitig Ansporn für die Kinder und Jugendlichen sein, aber auch ein Dank für die Arbeit, die die Sternsinger Jahr für Jahr leisten und für die Botschaft, die sie verbreiten. „Die Messe war sehr bewegend. Für die Kinder und Jugendlichen ist es toll, so ein Gemeinschaftsgefühl zu erleben – so viele andere Sternsinger aus dem ganzen Bistum anzutreffen“, sagt Priester Christian Fleiter vom Pastoralverbund Salzkotten. „Und es ist eine schöne Anerkennung in einer besonderen Atmosphäre für die Kinder und Jugendlichen, die sich ja das ganze Jahr als Messdiener oder anderweitig für die Kirche engagieren.“

Löwen ganz aus der Nähe

Wie für viele der jungen Sternsinger war auch für Tim und Felix aus Salzkotten der Besuch bei den Tieren nach der Messe ein besonderer Höhepunkt. Die elfjährigen Zwillinge sind bereits seit sieben Jahren als Sternsinger unterwegs und waren nun das erste Mal beim Sternsingergottesdienst. „Das war schon etwas ganz Besonderes, die Löwen mal ganz aus der Nähe zu sehen“, sind sich die Brüder einig. „Und die Messe im Zirkus war etwas ganz anderes, auch weil sie vom Weihbischof gehalten wurde – der wirkt mit seiner Bischofsmütze doch ganz anders als der Priester bei uns zu Hause.“

Neben Sternsingern aus Salzkotten waren Kinder und Jugendliche mit ihren Begleitern unter anderem aus Oberhausen, Dortmund, Hagen, Herne und natürlich auch aus Gelsenkirchen angereist. „Es ist schon ungewöhnlich so ein Gottesdienst in einem Zirkus“, sagt Marius Schmitz, Kaplan von St. Urbanus in Buer. „Dabei ist das Zelt ein Zeichen für die Gegenwart Gottes und damit für eine Messe ein sehr passender Ort – besonders in der Zeit der vielen Kirchenschließungen.“

Nach einer kleinen Stärkung im Vorzelt folgten alle Sternsinger dann noch der Einladung der Familie Probst: „Hereinspaziert – Manege frei!“ Diesmal zur Weihnachtsvorstellung – ganz ohne Weihrauch.

 
 

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