Geschichten aus dem Leben vertont

Die Band "Turbulent Times" spielte ein jazziges Programm im Consol Theater in Gelsenkirchen.
Die Band "Turbulent Times" spielte ein jazziges Programm im Consol Theater in Gelsenkirchen.
Foto: Michael Korte
Im Consol-Theater wurde zum letzten Mal in diesem Jahr gejazzt. Zu Gast waren fünf renommierte Musiker der Band „Turbulent Times“.

Gelsenkirchen.. Mit einem turbulenten Jazzkonzert endete am Samstag die diesjährige Konzertreihe von GeJazzt auf Consol. Zusammengefunden hatten sich dafür gleich fünf hochkarätige Musiker: Stefan Bauer (Vibrafon), Ansgar Striepens (Posaune), Hugo Read (Saxofon), André Nendza (Bass) und Yonga Sun (Schlagzeug).

Mit ihrem Programm „Turbulent Times“ führten sie das Publikum auf eine klangliche Entdeckungsreise zwischen Tradition und Avantgarde. „Wir spielen alles: Querbeet durch die Musikgeschichte. Alle haben verschiedene Noten mitgebracht, die sie gerne aufführen wollten,“ erzählte Stefan Bauer.

Tradition und Avantgarde

Ihre Musik profitierte dabei besonders von den individuellen Improvisations- und Kompositionsstilen, die sich die Künstler in verschiedenen musikalischen Unternehmungen aneignen konnten. Dass dies ganz im Sinne von Avantgarde auch experimentell klingen kann, zeigten sie dem Publikum durch eine spezielle Art der Tonbildung auf ihren Instrumenten.

So erzeugten die beiden Bläser Geräusche, indem sie Luft in ihre Instrumente bliesen ohne dabei Töne zu erzeugen und der Bassist spielte „Sul Ponticello“, also direkt am Steg, und konnte so ungewöhnliche Klangfarben hervorbringen. Besonders die Stegreifdarbietung von Yonga Sun begeisterte das Publikum, was es mit Zwischenrufen und Applaus zeigte. Yonga Sun benutzte das Drumset vor allem als Farbinstrument und erzeugte durch sein dynamisches und einfallsreiches Trommeln eine ganz spezielle Nuancierung. In ihren Stücken erzählten die Musiker auch verschiedene Geschichten aus dem Leben, etwa zum Thema Kino. „Wenn Sie jetzt Verfolgungsjagden und romantische Szenen gehört haben, dann haben Sie richtig gehört,“ sagte Stefan Bauer zum Publikum.

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