Gerne älter werden in Gelsenkirchen

Dr. Wilfried Reckert ist der Seniorenbeauftragte der Stadt Gelsenkirchen.
Dr. Wilfried Reckert ist der Seniorenbeauftragte der Stadt Gelsenkirchen.
Foto: WAZ FotoPool
Wenn es um Seniorenpolitik geht, gehört Gelsenkirchen zu den ganz starken Kommunen in Deutschland. Nicht von ungefähr bekam die Stadt jetzt mit seinem Vorhand „QuartiersNetz“ den Zuschlag für ein Förderprojekt der Bundesregierung zur Gestaltung des demografischen Wandels.

Gelsenkirchen.. Gelsenkirchen hat den Zuschlag für ein Modellprojekt der Bundesregierung zur Gestaltung des demografischen Wandels erhalten. In Deutschland werden dazu in fünf Regionen Vorhaben starten. Sie sollen zeigen, wie durch gezielte Zusammenarbeit in regionalen Netzwerken die Lebensqualität der Menschen in den eigenen vier Wänden bis ins hohe Alter gesichert werden kann.

Die Projekte werden insgesamt mit bis zu 20 Mio. Euro vom Bundesministerin für Bildung und Forschung unterstützt. Die Regionen beteiligen sich zusätzlich an der Finanzierung. Gelsenkirchen setzte sich mit seinem Vorschlag „QuartiersNetz“ unter 78 Bewerbern durch; weitere Förderprojekte gibt es in Augsburg, Jena, Chemnitz und dem Ortenaukreis (Freiburg).

Gemeinsam sollen Lösungen entwickelt werden

Im Mittelpunkt aller Vorhaben steht eine gesicherte Versorgung der Bevölkerung mit medizinischen, pflegerischen, präventiven und sozialen Dienstleistungen. Über vier Jahre sollen Kommunen, Wissenschaft und Wirtschaft gemeinsam Lösungen entwickeln, die übertragbar sind. „Wir wollen zeigen, dass Regionen auch in Zukunft sehr lebenswerte Bedingungen vor Ort schaffen und erhalten können. Es geht um gesellschaftliche Teilhabe in allen Phasen des Lebens“, sagt Johanna Wanka (CDU), Bundesministerin für Bildung und Forschung.

In Gelsenkirchens „QuartiersNetz“ geht es darum, dass sich ältere Menschen über Netzwerke eine zukunftsfähige Versorgungs- und Dienstleistungsstruktur für ein selbstbestimmtes Leben einrichten. Ein wesentlicher Bestandteil dabei ist, dass sie selbst aktiv werden und ihre Fähigkeiten und Interessen zum Wohle aller einfließen lassen.

Seniorenpolitik nimmt wichtige Rolle ein

Dem demografischen Wandel Rechnung zu tragen, hat sich Gelsenkirchen schon länger zur Aufgabe gemacht. Mit der Verabschiedung des Seniorenmasterplans entschied der Rat der Stadt bereits im Jahr 2005, der Seniorenpolitik eine wichtige Rolle einzuräumen. Dazu gehörte auch der Aufbau des Kooperationsverbundes „Seniorennetz Gelsenkirchen e.V.“. Er vernetzt und bündelt alle in diesem Bereich aktiven städtischen und privaten Einrichtungen.

 
 

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