Gelsenkirchens Geschichte ist voller Dynamik

Luftaufnahmen wie diese illustrieren den Band und zeigen die Vielfalt Gelsenkirchens. Im Bild: Das Amphitheater im Nordsternpark.
Luftaufnahmen wie diese illustrieren den Band und zeigen die Vielfalt Gelsenkirchens. Im Bild: Das Amphitheater im Nordsternpark.
Foto: www.blossey.eu
Der LWL veröffentlicht einen Band über die größte Stadt an der Emscherzone. Auf den 204 Seiten gibt es viele Fakten, Informationen und Abbildungen. So kann fortan also jeder zum Gelsenkirchen-Experten werden. Auch Gelsenkirchens Oberbürgermeister Frank Baranowski freut sich über die Publikation.

Gelsenkirchen ist die größte Stadt der Emscherzone – 104,41 km2 misst sie. 275 096 Einwohner (Stand 31. Dezember 2012) leben hier. Das Stadtgebiet erstreckt sich in Nord-Süd-Richtung über 17, in West-Ost-Richtung über 11 Kilometer. Das sind nur einige der Fakten, die auf den ersten Seiten des Bandes „Gelsenkirchen – Stadtentwicklung, Strukturwandel und Zukunftsperspektiven“ stehen. Diesen hat die Geographische Kommission des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) in diesem Jahr herausgegeben. Nun hat sie ihn auch Oberbürgermeister Frank Baranowski überreicht. Viele der Fakten dürften selbst so manchem Gelsenkirchener Urgestein noch gänzlich unbekannt sein.

Schon seit 1994 veröffentlicht der LWL in der Schriftenreihe „Städte und Gemeinden in Westfalen“ Bände über die westfälischen Kommunen eines Kreises sowie die kreisfreien Städte. Gelsenkirchen ist bereits der 14. Band – aber die erste kreisfreie Stadt nach Münster, die von der Geographischen Kommission publiziert wurde.

Der Autor arbeitet ehrenamtlich

Eine weitere Besonderheit: Normalerweise arbeiten bis zu 20 Autoren an einer solchen Publikation – hier gibt es lediglich einen: Prof. Dr. Hans-Werner Wehling von der Universität Duisburg Essen hat den Band gemeinsam mit einer Kartographin in Eigenarbeit – und gänzlich ehrenamtlich – erstellt. Denn: Die Geographische Kommission ist immer ehrenamtlich tätig.

Seit etwa drei Jahren arbeitet Geograph Wehling an dem Band, „denkend bin ich da aber schon deutlich länger dran“, erklärt er. Seine Motivation für die alleinige Erstellung des Bandes? „Eine Industriestadt zu skizzieren.“ Denn diese sei in Gelsenkirchen noch deutlich zu erkennen.

Ein Blick ins Buch

Es bleibt nicht nur bei den vielen Fakten. Viele Abbildungen, darunter diverse Grafiken, alte und neuere Karten und Zeichnungen, ergänzen die Texte, illustrieren sie. Ganze 204 Seiten zählt der Band.

Auch inhaltlich wird die Stadt von allen geographisch-historischen Seiten wissenschaftlich beleuchtet: Landesnatur, historische Entwicklung, Lage und Ausstattung sowie Perspektiven und Planungen finden hier ihren Platz.

Gerade die Kapitel zu den Perspektiven und Planungen der Stadt sind für Oberbürgermeister Frank Baranowski besonders gelungen. Denn: „Ich finde schön, dass Sie nicht nur darstellen, woher die Stadt kommt, sondern auch, wie sie sich weiter entwickeln kann.“ So kann fortan also jeder zum Gelsenkirchen-Experten werden.

 
 

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