Gelsenkirchener Radfahrer im Fokus der Forschung

Inge Ansahl
Romina Wendt vom Forschungsinstitut für innovative Arbeitsgestaltung und Prävention im Gespräch mit Radfahrer Werner Borutta.
Romina Wendt vom Forschungsinstitut für innovative Arbeitsgestaltung und Prävention im Gespräch mit Radfahrer Werner Borutta.
Foto: Foto: Martin Möller / Funke Fot
  • Die nachhaltige Mobilität per (E-) Rad soll mit Hilfe innovativer Dienstleistungen gefördert werden
  • Im Rahmen des Projekts Kunden-Innovationslabor Elektromobilität läuft eine Fragebogenaktion
  • Das Forschungsinstitut für innovative Arbeitsgestaltung und Prävention führt die Umfrage durch

Gelsenkirchen. Der Weg ist das Ziel, aber: Dieser Weg soll ebenso sicher wie attraktiv sein und am Ziel ebensolche Stellmöglichkeiten für das (E-)Bike zur Verfügung stehen. Das ist auf den Punkt gebracht der Wunsch: Gelsenkirchen soll fahrradfreundlicher werden, der Straßenverkehr durch die Etablierung (nicht nur) elektronisch betriebener Fahrräder entlastet werden. Aber – wie?

Im Rahmen des Projekts Kunden-Innovationslabor Elektromobilität (KIE-Lab) führt das Forschungsinstitut für innovative Arbeitsgestaltung und Prävention (fiap e.V.) mit Sitz im Wissenschaftspark aktuell Befragungen durch. In Buer war das dreiköpfige Team um fiap-Leiterin Silke Steinberg am Donnerstag unterwegs, gestern standen die Drei auf dem Margarethe-Zingler-Platz. Zum Projekt gehörte auch ein Workshop in Zusammenarbeit mit dem ADFC.

Bundesweit durchgeführtes Projekt

Das bundesweit durchgeführte und vom Bundesbildungs- und forschungsministerium geförderte Projekt brachte in Gesprächen in Gelsenkirchen neben Wünschen auch die ein oder andere Kritik ans Licht. Etwa die für Radler problematische Kurt-Schumacher-Straße diesseits des Kanals. Oder die zum Teil mangelnde Akzeptanz und Toleranz von Autofahrern gegenüber Radlern im so genannten Mischverkehr. Bemängelt wurde auch, dass es in der Stadt kaum sichere Fahrrad-Abstellmöglichkeiten gäbe.

„Wir werden eine allgemeine und eine handlungsbezogene Auswertung machen“, kündigte Silke Steinberg am Freitag an. Allerdings: Weil die Resonanz auf die Fragebogenaktion auf dem Hauptmarkt eher schleppend war, soll es eine Wiederholung, voraussichtlich vor dem Hans-Sachs-Haus, geben. Um die Zielgruppe Radfahrer zu erreichen, hat das fiap-Team am Freitag Fragebögen in den beiden Fahrradfachgeschäften in der Altstadt hinterlegt.

Online an Befragung teilnehmen

Auch online ist die Teilnahme möglich: Noch bis Ende September ist die Internet-Plattform https://de.surveymonkey.com/r/8TXZ92L zu diesem Zweck frei geschaltet. Gefragt wird etwa nach der Zufriedenheit mit den Radwegen in der Stadt, nach der Häufigkeit der Radnutzung beziehungsweise der Gründe fürs Radeln oder etwa dem Interesse am E-Rad-Erwerb.