Gelsenkirchener Agentur glaubt an hohe Ausnutzung

Nikos Kimerlis
Emschertainment-Chef Prof. Dr. Helmut Hasenkox erklärte der Delegation, wie das Nutzungskonzept aussieht und wie er das neue Veranstaltungszentrum bespielen will.
Emschertainment-Chef Prof. Dr. Helmut Hasenkox erklärte der Delegation, wie das Nutzungskonzept aussieht und wie er das neue Veranstaltungszentrum bespielen will.
Foto: Funke Foto Services
Emschertainment-Chef Prof. Dr. Helmut Hasenkox erklärte der Gelsenkirchener CDU-Delegation, wie das Nutzungskonzept aussieht und wie er das neue Veranstaltungszentrum bespielen will.

Gelsenkirchen. Mit großem Optimismus blickt Emschertainment-Chef Prof. Dr. Helmut Hasenkox dem Umbau der Heilig Kreuz-Kirche entgegen. Probleme, das Haus hinreichend und wirtschaftlich zu bespielen, sieht der Veranstalter nicht.

„Es ist jetzt schon so, dass wir gut 20 Mal im Jahr bei Veranstaltungen auf andere Hallen in Marl, Bochum oder Recklinghausen zurückgreifen müssen“, sagte Helmut Hasenkox. Dazu komme, dass das Hans-Sachs-Haus mit 60 oder 70 Veranstaltungen im Jahr eine überaus hohe Auslastung erfahre. Unter der hohen Frequenz leide die Technik und die Ausstattung. Auch falle die Emscher-Lippe-Halle als Spielort weg und im Musiktheater im Revier stünde nur selten ein Saal zu Verfügung. „Wenn wir also die Örtlichkeit nach Ückendorf verlegen, so sind die Voraussetzung gegeben, vom Start weg 55 Veranstaltungen im Jahr dort umzusetzen – praktisch jede Woche eine.“

Über Lärm müssen sich die Anwohner der Heilig Kreuz-Kirche laut Emschertainment keine Sorgen machen. Zum einen erhält das Gotteshaus mit seinen markanten Parabelbögen eine Beschallungsanlage, die einzelne Raumabschnitte gezielt bespielen kann, also keine zentrale Beschallung von der Bühne aus, so dass jeder gut hören kann, ohne dass die Lautstärke die Wände zum Wackeln brächte, so Hasenkox bei einem Termin vor Ort mit der CDU-Fraktion.

Keine Störung für Anwohner

Zum anderen wird es keine Rock- und Popkonzerte geben, die campierende und feiernde Fans in Massen vor die Kirchentore locken wird. „Theater, Comedy und Kabarett werden hier gespielt“, sagte Helmut Hasenkox, „dazu gibt es Tagungen und Konzerte der Marke Götz Alsmann oder Reinhard Mey.“ Insofern hat der Agentur-Chef auch keine Angst vor Beschwerden aus der Nachbarschaft oder gar Klagen, denn ein offizielles Lärmschutzgutachten gibt es bislang nicht. Wenn alles gut läuft, so rechnet Hasenkox, könnten bereits Ende 2018 die ersten Veranstaltungen über die Bühne gehen. Noch in 2016 erwartet die Stadt die Bewilligung der Fördergelder für das gut elf Millionen teure Umbauprojekt. 2017 soll die Ausschreibung erfolgen und dann zügig mit dem Umbau begonnen werden.