Gelsenkirchen

Mädchen (5) stirbt in Schwimmbad in Gelsenkirchen: Stadtwerke weisen Vorwürfe von sich

Die Vorderseite und der Haupteingang des Zentralbads in Gelsenkirchen.
Die Vorderseite und der Haupteingang des Zentralbads in Gelsenkirchen.
Foto: dpa

Gelsenkirchen. Nach dem tödlichen Badeunfall im Zentralbad in Gelsenkirchen soll eine Obduktion weitere Erkenntnisse über die Todesursache der ertrunkenen Fünfjährigen bringen.

Die Staatswaltschaft Essen will zunächst das Ergebnis der Obduktion abwarten, bevor über weitere Ermittlungen entschieden wird.

Mädchen (5) ertrank in Schwimmbad in Gelsenkirchen: Wie konnte es zu der Tragödie kommen?

Das Mädchen war am Samstagnachmittag auf dem Boden des Lernschwimmbeckens im Zentralbad in Gelsenkirchen entdeckt worden. Eine Bademeisterin versuchte noch, es wiederzubeleben. Es starb später in einem Krankenhaus. Die Polizei geht bislang davon aus, dass es ertrunken ist.

Das Mädchen war gemeinsam mit seinem Vater, einem Onkel und einem weiteren Erwachsenen sowie fünf anderen Kindern im Zentralbad. Alle stammen laut Deutscher Presse Agentur aus Syrien.

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Trauer bei Beteiligten im Zentralbad Gelsenkirchen

Auch bei den Stadtwerken Gelsenkirchen, die das Zentralbad betreiben, herrscht tiefe Trauer. Sprecherin Janin Meyer-Simon sagte gegenüber DER WESTEN: „Die Betroffenheit bei uns ist sehr groß, wir sind alle tief bestürzt.“

Es sei der erste tödliche Unfall im Zentralbad. Sie betont allerdings auch: „Wir haben alles Erdenkliche getan, um das Kind zu reanimieren.“

Man habe sich am Montagmorgen bereits zusammengesetzt, um das Geschehene zu rekonstruieren.

Stadtwerke-Sprecherin widerspricht Vorwürfen

Einem Bericht der WAZ, wonach das Nichtschwimmerbecken vom Bademeisterhäuschen schlecht einzusehen sei, widersprach die Stadtwerke-Sprecherin: „Das ist etwas an den Haaren herbei gezogen. Das Schwimmmeisterhäuschen ist nur Anlaufstelle, hier ist die Technik. Aber die Bademeister sitzen nicht dort, sondern sind ständig im Bad unterwegs.“

Es seien immer mindestens zwei Bademeister in einer Schicht. Am Samstagnachmittag, als sich das Unglück ereignete, seien sogar drei Mitarbeiter vor Ort gewesen, zwei hätten sich sofort um die Reanimation des Mädchens gekümmert.

Doch für das kleine Mädchen kam dennoch jede Hilfe zu spät. (ms mit dpa)

 
 

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