Gelsenkirchen

Gelsenkirchen: VRR entzieht Eurobahn den Betrieb der S1 – dieses Unternehmen betreibt jetzt die beliebte S-Bahn-Linie

Gelsenkirchen: Der VRR kündigt den Vertrag mit der Eurobahn. (Symbolbild)
Gelsenkirchen: Der VRR kündigt den Vertrag mit der Eurobahn. (Symbolbild)
Foto: imago images / Gottfried Czepluch

Gelsenkirchen. Eine überraschende Entscheidung hat der VRR in Gelsenkirchen getroffen. Das Unternehmen hat den noch nicht gestarteten Vertrag mit der Keolis Deutschland GmbH & Co. KG, besser bekannt als „Eurobahn“, plötzlich gekündigt.

Am 15. Dezember 2019 hätte die Eurobahn den Betrieb der S-Bahn-Linien S1 und S4 übernehmen sollen. Doch nun hat der Vergabeausschuss des VRR in Gelsenkirchen anders entschieden.

Gelsenkirchen: VRR kündigt den Vertrag mit Eurobahn

Nun soll die DB Regio AG, sprich Deutsche Bahn, die beiden S-Bahn-Linien übernehmen und den Betrieb sicherstellen. Zum Einsatz kommen dabei die redesignten Fahrzeuge, die aktuell auf den Linien bereits verkehren.

Die plötzliche Vertragskündigung basiert auf mehreren Statusgesprächen, die der VRR mit der Eurobahn im laufenden Jahr geführt hatte. Aus diesen wurde deutlich, dass Eurobahn massiv Triebfahrzeugführer fehlen, sodass der zuverlässige Betrieb der S-Bahn-Linien mit der Übernahme nicht mehr garantiert werden kann.

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VRR will den Öffentlichen Nahverkehr sichern

Die Entscheidung des VRR dient somit der „Sicherung der Daseinsvorsorge im Öffentlichen Nahverkehr“, hieß es in einer Pressemitteilung des Unternehmens.

„Insbesondere nach der durch den Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe und den VRR ausgesprochenen Abmahnung von Keolis Ende des letzten Jahres müsste deutlich geworden sein, dass wir durchaus bereit sind auch konsequente Schritte zu gehen, um die Qualität im SPNV zu sichern“, sagte VRR Vorstandssprecher Ronald R.F. Lünser.

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Das ist der VRR:

  • Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr wurde 1980 gegründet
  • Das Verkehrsgebiet des VRR umfasst 7300 Quadratkilometer
  • Dazu zählen 16 Städte und sieben Kreise
  • Der VRR befördert täglich im Durchschnitt vier Millionen Fahrgäste (werktäglich)
  • Der VRR grenzt an den Westfalentarif im Norden und Osten, an den Verkehrsverbund Rhein-Sieg im Süden und an den Aachener Verkehrsverbund im Westen

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Eurobahn 60 bis 80 Triebfahrzeugführer

2016 kam es zu dem Vertragsschluss zwischen dem VRR und der Eurobahn. Jetzt müsste die Eurobahn innerhalb von drei Monaten 60 bis 80 Triebfahrzeugführer ausbilden, um den Vertrag mit VRR zu wahren. Dies ist aber sehr schwer bis unmöglich umzusetzen.

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„Umso unverständlicher ist es, dass seit Vertragsabschluss im Jahr 2016 das Unternehmen nicht in der Lage ist, die notwendigen Rekrutierungen von Personalen umzusetzen“, erklärte Lünser.

 
 

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