Gelsenkirchen

Gelsenkirchen: Ungewöhnliches Event in der Veltins-Arena – was der Veranstalter treibt, ist in einem Land sogar verboten

Am Wochenende pilgerten rund 40.000 Menschen zur Veltins-Arena in Gelsenkirchen. (Symbolbild)
Am Wochenende pilgerten rund 40.000 Menschen zur Veltins-Arena in Gelsenkirchen. (Symbolbild)
Foto: imago images / Eibner

Gelsenkirchen. Dubiose Veranstaltung am Wochenende in der Veltins-Arena in Gelsenkirchen. Dort trägt normalerweise der FC Schalke 04 seine Heimspiele aus.

Neben Zuschauern anderer Sportevents wie Biathlon, Boxen und Darts sind die Anwohner hier auch Fans großer Musik-Bands wie zuletzt Rammstein gewohnt. Doch das Publikum, das am Samstag zur Veltins Arena nach Gelsenkirchen pilgerte, war ein anderes. Darüber berichtet die WAZ.

Tausende Besucher in der Veltins-Arena in Gelsenkirchen – Veranstalter teilweise verboten

Demnach seien über 40.000 Menschen am Wochenende nach Gelsenkirchen gereist, um einem selbst ernannten „Elite-Seminar“ beizuwohnen.

Veranstalter „Lyconet Marketer“ warb im Vorfeld für eine dreitägige Veranstaltung, bei dem Teilnehmer nach eigenen Angaben „wertvolle Insider-Tipps für beruflichen Erfolg“ bekommen könnten. Doch die Machenschaften des Unternehmens, einer Tochterfirma der österreichischen „Lyoness Europe AG“, gelten als mehr als undurchsichtig. Lyconect selbst bezeichnet sich entgegen anderer Darstellungen als eigenständiges Unternehmen.

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Das steckt hinter „Lyoness“

„Lyoness“ gibt seinen Mitgliedern vor, ein weltweites Netzwerk von Vetriebspartnern aufgebaut zu haben. Mitglieder könnten angeblich bei all diesen Firmen, zu denen neben lokalen Unternehmen angeblich auch große Firmen wie Microsoft oder McDonalds gehören würden, Rabatte abgreifen.

Dazu ist allerdings die Anschaffung einer so genannten „Cashback-Card“ notwendig. Kostenpunkt: Rund 2.000 Euro. Das Problem: Viele der angeblichen Partner akzeptieren die Karte nicht. Erhoffte Rabatte sollen daher häufig ausbleiben. Lyconect behauptet weiterhin gegenüber DER WESTEN, die Cashbarck Card kostenlos zur Verfügung zu stellen.

Unternehmen in Norwegen verboten

„Lyconet“ hat das Ziel, dass Mitglieder ihr eigenes Shopping-Netzwerk im Bekanntenkreis aufbauen. Über dieses Vertriebskonzept verspricht „Lyoness“ immense Gewinne bei minimaler Anstrengung.

Doch das Unternehmen ist mehr als umstritten. In der Schweiz und Österreich sei „Lyoness“ als Schneeballsystem klassifiziert und in Norwegen von der Glücksspielbehörde komplett verboten, berichtet die „Bild

Was Anwohnern beim Anblick der Gäste des Seminars in der Veltins-Arena aufgefallen ist, erfährst du bei der WAZ >>>

 
 

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