Gelsenkirchen

Gelsenkirchen: Missbrauchsvorwurf gegen Lehrer – weiterer anonymer Hinweis belastet zweiten Pädagogen

Ein Lehrer des Max-Planck-Gymnasium in Gelsenkirchen soll gegenüber mindestens einer Schülerin übergriffig geworden sein.
Ein Lehrer des Max-Planck-Gymnasium in Gelsenkirchen soll gegenüber mindestens einer Schülerin übergriffig geworden sein.
Foto: www.blossey.eu

Gelsenkirchen. Die Vorwürfe wiegen schwer, die die Staatsanwaltschaft gegen einen Lehrer des Max-Planck-Gymnasium in Gelsenkirchen erhebt. Gegen den Mann wird „wegen des Vorwurfs des sexuellen Missbrauchs von Schutzbefohlenen“ ermittelt, bestätigt Essener Staatsanwaltschaftsprecher Niclas von Hobe.

Ein paar Tage später dann der nächste Verdachtsfall gegen einen zweiten Pädagogen. Ein anonymer Hinweis sei am Donnerstagmorgen beim Schulleiter in Gelsenkirchen eingegangen. Das bestätigte die Bezirksregierung Münster gegenüber DER WESTEN. Diesem Hinweis werde nun „unverzüglich nachgegangen“, erklärte Pressesprecher Andreas Winnemöller. Den Verdacht habe man bereits der Staatsanwaltschaft gemeldet.

Missbrauchsvorwürfe in Gelsenkirchen: Anonymer Hinweis auf zweiten Verdachtsfall beim Gymnasium eingegangen

Diese konnte den Eingang am Donnerstagnachmittag allerdings noch nicht bestätigen. Noch gelte daher die „Unschuldsvermutung“, wie der Pressesprecher der Bezirksregierung erklärte. Nun müsse sich dem Lehrer noch die Chance gegeben werden, sich zu den Vorwürfen zu äußern.

Die Ermittlungen im ersten Fall laufen bereits seit Mitte Mai, die Staatsanwalt spricht von einem „recht frischem Verfahren.“ Stand jetzt hat eine 18-jährige Schülerin Vorwürfe gegen den Lehrer erhoben. Bei den Ermittlungen gehe es außerdem um den Verdacht einer längeren sexuellen Beziehung zu der Schülerin. Doch weitere Details nannte die Staatsanwaltschaft nicht.

Ob weitere Schülerinnen betroffen sind, konnte der Staatsanwalt am Mittwochnachmittag „weder bestätigen noch verneinen“. „Wir ermitteln in alle Richtungen“, so von Hobe.

Nach möglichem Missbrauchsfall an Gymnasium in Gelsenkirchen: Lehrer suspendiert

Der betroffenen Lehrer ist mittlerweile vom Dienst suspendiert worden. „Als der Verdacht bekannt geworden ist, haben wir direkt reagiert“, erklärt Andreas Winnemöller, Sprecher bei der Bezirksregierung Münster.

Er betont aber auch: „Der Lehrer könnte, erhärtet sich der Verdacht nicht, in den Unterricht zurückkehren. Es gilt die Unschuldsvermutung.“ Bisher sei nur ein „konkreter Fall“ bekannt.

Gegenüber der WAZ vermutet eine Mutter, dass auch ihre unter 16 Jahre alte Tochter Opfer geworden ist. Bisher weigere sie sich allerdings, den Lehrer zu belasten. Somit kann nicht ausgeschlossen werden, dass mehr als eine Schülerin betroffen ist.

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Schule verschickt Elternbriefe

Wie die WAZ berichtet, habe das Max-Planck-Gymnasium am Dienstag Elternbriefe verschickt.

Dort heißt es: „Wir bitten Sie, offen mit Ihren Kindern darüber zu sprechen und ihnen auch zu versichern, dass sie angstfrei zur Schule gehen können. Alle Kolleginnen und Kollegen unserer Schule sind informiert und dementsprechend sensibilisiert und werden bei Bedarf Ihren Kindern zur Verfügung stehen. Wir sind uns durchaus bewusst, dass es für uns alle eine belastende Situation ist, die wir aber nur gemeinsam bestmöglich handhaben können.“

>> Wie die Eltern über den Vorfall denken, kannst du bei der WAZ lesen.

 
 

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