Gelsenkirchen

Gelsenkirchen: Missbrauchsprozess! Schülerin (15) schwärmt für Lehrer – hat er das eiskalt ausgenutzt?

Foto: imago images / photocase

Gelsenkirchen. Es sind Vorwürfe, die schwer wiegen: Lehrer Thomas W. (39) soll eine damals 15-jährige Schülerin einer Gesamtschule in Gelsenkirchen missbraucht haben. Nun steht er in Essen vor Gericht.

Gelsenkirchen: Lehrer was mit Schülerin gehabt haben

An der Schule soll es laut Anklage zwischen Mai und Dezember 2017 an fünf Tagen zu sexuellen Handlungen gekommen sein. Zunächst soll der Angeklagte der Schülerin den Arm auf den Rücken gedreht und dann sein Hand unter ihr Shirt geschoben haben, an anderen Tagen soll es zu Oralverkehr gekommen sein.

Thomas W. wies die Behauptungen vor Gericht zurück: „Ich möchte sagen, dass das gar nicht stimmt.“

Thomas W. bei den Schülern beliebt

Seit 2009 unterrichtete er an der Gesamtschule Mathe und Physik, engagierte sich außerdem in verschiedenen Projekten. Unter den Schülern war er beliebt, wurde von ihnen zum SV-Lehrer gewählt.

In dieser Funktion betreute er die Schülervertretung (SV) und sprach als Vertrauenslehrer mit den Schülern über ihre Probleme – so auch mit der heute 18-jährigen Schülerin.

Schülerin wendet sich an Vertrauenslehrer

Als sie in der achten Klasse war, hatte er ihren Physik-Kurs unterrichtet. Doch nach dem Schuljahr trennten sich ihre Wege nicht, oft traf er die Schülerin beiläufig in der Schule oder im SV-Raum. Die Schülerin, selbst nicht Mitglied der SV, sei bei deren Treffen oft „stille Beisitzerin“ gewesen.

----------------------

Mehr Themen aus Gelsenkirchen:

Gelsenkirchen: Feuer zerstört Fabrikgebäude komplett – Flammen bis nach Essen zu sehen!

NRW: Tötete ER die vermisste Anna S.? Schwager hat krassen Verdacht

Gelsenkirchen: Bernd Stelter bricht Karnevals-Auftritt ab – weil keiner...

----------------------

Immer öfter soll sie sich anschließend mit Problemen an den Vertrauenslehrer W. gewandt haben, die zwei sollen außerdem intensiven Email-Kontakt unterhalten haben. Sie habe ihm bei ihren Treffen von Schwierigkeiten mit anderen Lehrern oder in ihrer Familie berichtet.

15-Jährige soll für Lehrer geschwärmt haben

Als sie mit immer neuen Themen zu ihm gekommen sei, vermutete W., sie suche persönlichen Kontakt zu ihm. Der verheiratete Lehrer glaubt, dass sie zu diesem Zeitpunkt für ihn schwärmte.

Spätestens seit dem Sommer 2017 sei ihr Verhältnis dann „komisch“ geworden, berichtet W. Die Schülerin soll ihn zunehmend bedrängt haben, habe immer wieder Umarmungen gefordert und Körperkontakt gesucht.

An der Schule, deren Atmosphäre der Angeklagte als „familiär“ beschreibt, soll dies durchaus üblich zwischen Lehrern und Schülern gewesen sein. Allerdings nicht in dem Maße, in dem die Nebenklägerin dies gefordert haben soll, heißt es.

Öffentlichkeit ausgeschlossen

Zu ihrer Vernehmung wurde die Öffentlichkeit ausgeschlossen. Ob der schwere Missbrauchsvorwurf der Wahrheit entspricht oder ob die Schülerin den Lehrer aus verschmähter Liebe vor Gericht brachte, entscheidet das Gericht voraussichtlich am Freitag. Dann soll ein Urteil gesprochen werden. (vh)

 
 

EURE FAVORITEN