Gelsenkirchen

Gelsenkirchen: Mann weigert sich, eine Schutzmaske im Zug zu tragen – dann eskaliert die Situation komplett

In Gelsenkirchen sind Polizisten der Bundespolizei angegriffen worden. (Archiv)
In Gelsenkirchen sind Polizisten der Bundespolizei angegriffen worden. (Archiv)
Foto: Joachim Kleine-Büning/FUNKE Foto Services

Gelsenkirchen. Von Beginn der Corona-Krise an sorgten Verstöße gegen die Schutzverordnungen zu mehreren Polizeieinsätzen. So auch am Donnerstag in Gelsenkirchen – doch hier eskalierte die Siutation komplett.

Auch in Gelsenkirchen gilt im öffentlichen Nahverkehr die Maskenpflicht. Als die Bundespolizisten einen Mann am Hauptbahnhof antrafen, der keine Schutzmaske trug, wiesen sie ihn auf die Verpflichtung hin. Daraufhin tickte der Mann komplett aus.

Gelsenkirchen: Polizei stoppt Mann ohne Maske am Hauptbahnhof

Der Verdächtige beleidigte die Beamten als Missgeburten. Als die Bundespolizisten seine Identität feststellen wollten, weigerte er sich, einen Ausweis vorzuzeigen oder seinen Namen zu nennen.

Als er daraufhin zu Wache gebracht werden sollte, leistete er heftigen Widerstand und schlug eine Body-Cam von einer Polizeiuniform zu Boden, wobei sie beschädigt wurde. Doch in der Bundespolizeiwache beruhigte sich der aggressive Verdächtige keinesfalls.

Der Verdächtige beleidigte auch weitere anwesende Bundespolizisten und Rettungsdienst-Mitarbeiter. Er ging sogar so weit, dass der einem Beamten und dessen Familie mit dem Tod drohte. Doch als man ihn nach Ausweisdokumenten durchsuchen wollte, wurde er gewalttätig.

Wütender Mann bricht Bundespolizist die Hand

Er schlug gezielt mit seinen Fäusten nach den Beamten. Ein Bundespolizist (30) verletzte sich bei einem Abwehrversuch an der Hand. Die Diagnose: Bruch des rechten Mittelhandknochens. Er musste noch am selben Tag operiert werden und fällt für sechs Wochen aus. Auch ein weiterer Kollege überstand die Auseinandersetzung nicht unbeschadet – er musste sich wegen einer Knieverletzung in ärztliche Behandlung begeben.

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Bei dem Tatverdächtigen wurden keine Dokumente gefunden – er bleibt weiterhin unbekannt. Aktuell befindet er sich in Polizeigewahrsam, ein Richter ordnete am Freitag eine Untersuchungshaft an. Gegen den Mann wird nun ermittelt wegen Beleidigung, Bedrohung, Körperverletzung, Widerstand und tätlichen Angriffs auf Polizeibeamte. (at)

 
 

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