Gelsenkirchen

Gelsenkirchen: Mädchen (5) in Hallenbad ertrunken - Polizei ermittelt

Im Gelsenkirchener Zentralbad fand eine Bademeisterin das Mädchen auf dem Grund. (Symbolbild)
Im Gelsenkirchener Zentralbad fand eine Bademeisterin das Mädchen auf dem Grund. (Symbolbild)
Foto: Olaf Ziegler / FUNKE Foto Services GmbH

Gelsenkirchen. Zu einer Tragödie ist es am Samstagnachmittag gegen 15 Uhr im Gelsenkirchener „Zentralbad“ gekommen.

Eine Schwimmmeisterin konnte auf dem Boden eines Lernschwimmbeckens den Körper eines Kindes erkennen. Sie barg das Kind unmittelbar aus einer Tiefe von 1,28 Meter und versuchte es zu reanimieren. Zu den Umständen wollte die Polizei auf Nachfrage vorerst keine Angaben machen.

Gelsenkirchen: Mädchen ertrinkt in Hallenbad

Rettungskräfte der Feuerwehr wurden hinzugerufen.

Alle Bemühungen waren umsonst: Das fünfjährige Mädchen verstarb später in einem Gelsenkirchener Krankenhaus. Nach ersten Angaben sei sie syrischer Herkunft mit Wohnsitz in Dortmund und bei Verwandten in Gelsenkirchen zu Besuch gewesen.

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Mädchen mit Familie zusammen im Bad

Die mit anwesende Familie und die Bademeisterin werden betreut, die Ermittlungen zum Hergang dauern an.

Es war zusammen mit seinem Vater, seinem Onkel und einem weiteren Erwachsenen im Schwimmbad, sagte der Polizeisprecher weiter. Zur Gruppe gehörten weitere fünf Kinder. Alle stammen den Angaben zufolge aus Syrien. Wie es zu dem Unglück kommen konnte, sei noch völlig offen, so der Sprecher weiter. Die Familie und die Bademeisterin würden betreut.

Wie die WAZ berichtet, ist das Nichtschwimmerbecken, in dem das Mädchen ertrank, aus dem verglasten Schwimmmeisterhäuschen schwer einzusehen.

Am Samstag seien bereits die Angehörigen sowie die Rettungsschwimmer befragt worden, teilte ein Sprecher der Polizei am Sonntag mit. „Wir hoffen, dass wir Montag erste Erkenntnisse haben, was dort genau passiert ist.“ Es werde bislang nicht gegen einzelne Personen ermittelt.

Flüchtlinge und Kinder verunglücken besonders häufig

Allein in den ersten acht Monaten des Jahres 2018 waren nach vorläufigen Zahlen der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) 445 Menschen beim Baden tödlich verunglückt. In Nordrhein-Westfalen waren es 55 Menschen.

Risikogruppen seien Kinder und Flüchtlinge, so die DLRG. Viele könnten nicht richtig schwimmen. (mb/dpa)

 
 

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