Gelsenkirchen macht sich gut gemischt auf den Weg

„Gut gemischt mobil“: Die Lokale Agenda 21 hat im März 2013 bei der Mobilitsmesse im Wissenschaftspark die verschiedenen Möglichkeiten der „gut gemischten“ Fortbewegungsmittel vorgestellt.
„Gut gemischt mobil“: Die Lokale Agenda 21 hat im März 2013 bei der Mobilitsmesse im Wissenschaftspark die verschiedenen Möglichkeiten der „gut gemischten“ Fortbewegungsmittel vorgestellt.
Foto: Michael Korte
Die Mobilität-Werk-Stadt des aGEnda 21-Projekts „Gut Gemischt Mobil“ hat ihre Arbeit im neuen Jahr aufgenommen. Beim jüngsten Treffen wurden vier Arbeitskreise gegründet, die sich speziellen Themen der Mobilität widmen.

Gelsenkirchen.  In der Mobilität-Werk-Stadt haben sich beim jüngsten Treffen vier Arbeitsgruppen gegründet, die sich für eine nachhaltige und zukunftsfähige Mobilität in GE einsetzen wollen. Zu Fuß, mit dem Rad, mit Bus und Bahn oder mit Auto, aber schlau – mit diesen Themen wollen sich die Gruppen ab sofort monatlich als Teil der Mobilitätskampagne Gut Gemischt Mobil auseinander setzen.

Der Arbeitskreis „Zu Fuß“ will im Rahmen von Stadtspaziergängen Barrieren, Hindernisse, Gefährdungspunkte und größere oder kleinere Ärgernisse finden und konkrete Verbesserungsvorschlägen ausarbeiten.

Großes Lob für die Arbeit der Bogestra

Der Arbeitskreis „Mit dem Auto“ setzt sich für das Nachbarschaftsauto ein, das über eine Internetplattform privat an Nachbarn im Stadtteil ausgeliehen werden kann. Die Gruppe will für diese Idee werben und Mitstreiter suchen. Außerdem regt sie an, mehr Elektrofahrzeuge für das Carsharing zur Verfügung zu stellen. Die Gruppe trifft sich wieder am 26. Februar um 19.30 Uhr im aGEnda 21-Büro, Von-Oven-Straße 19. Der Arbeitskreis „Bus und Bahn“ lobt die Bogestra dafür, Kundenanregungen und Verbesserungsvorschläge ernst zu nehmen. Das Verkehrsunternehmen reagiere auch sehr gut mit einem abgestimmten Angebot auf Großereignisse; das sollte auf weitere Veranstaltungen ausgedehnt werden. Das ÖPNV-Angebot bei Fußballspielen funktioniere gar „unschlagbar gut“.

Interessierte können jederzeit bei den Arbeitskreisen mitmachen

Das ÖPNV-Angebot sei zwar gut, könne aber noch verbessert werden. Teilweise seien beispielsweise die Sitze zu eng und nicht alle Haltestellen seien barrierefrei. Insgesamt hält die Gruppe das Ticketsystem für zu kompliziert und Einzelfahrten für zu teuer. Der Arbeitskreis „mit Bus und Bahn“ trifft sich wieder am 25. Februar um 10.30 Uhr im Bildungszentrum an der Ebertstraße (Raum 218).

Die Arbeitskreise – Nr. 4 ist „Mit dem Rad“ – wollen sich in den kommenden Monaten an konkrete kleine Projekte und Aktivitäten wagen. Bei der Mobilität-Werk-Stadt und in den Arbeitsgruppen kann jeder mitmachen. Die Termine können beim aGEnda-Büro, Von-Oven-Straße 19, 147 91 30, buero@agenda21.info erfragt werden.

NRW-Stiftung Umwelt und Entwicklung fördert das ausgezeichnete Projekt

Die Mobilität-Werk-Stadt möchte Bürger über die verschiedenen Formen von Mobilität informieren und motivieren, das eigene Verhalten zu verändern. Neben dem Auto gibt es Rad, ÖPNV, Carsharing, Nachbarschaftsauto, Elektromobilität oder eben – Füße.


„Gut Gemischt Mobil“ wurde als Projekt der Dekade der Vereinten Nationen zur Bildung für nachhaltige Entwicklung ausgezeichnet und wird von der Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW gefördert.