Gelsenkirchen ist Modellkommune für Quartiersnetze von morgen

Vor dem Hans-Sachs-Haus haben die Seniorenvertreter (v.l.) Weenee Tan-Schlesinger, Kornelia Hirsch, Astrid Schniderjan und Werner Backhaus zum Auftakt des Projekts QuartiersNetz den Spruch "Ge wird bunter" mit  Blumen „geschrieben“.
Vor dem Hans-Sachs-Haus haben die Seniorenvertreter (v.l.) Weenee Tan-Schlesinger, Kornelia Hirsch, Astrid Schniderjan und Werner Backhaus zum Auftakt des Projekts QuartiersNetz den Spruch "Ge wird bunter" mit Blumen „geschrieben“.
Foto: WAZ
Gelsenkirchen hat neben vier weiteren Teilnehmern den Zuschalg beim Wettbewerb des Bundesmistieriums für Bildung und Forschung erhalten. Im vierjährigen Projektzeitraum fließen vier Millionen Euro.

Gelsenkirchen.. Draußen, vor dem Hans-Sachs-Haus, da hat Seniorenvertreterin und Nachbarschaftsstifterin Kornelia Hirsch mit anderen aus verschieden farbigen Herbstblumen den Satz „GE wird bunt“ geformt. Drinnen ist es auf andere Weise schon bunt: Das Projekt „QuartiersNETZ“ geht an den Start. Netz groß geschrieben – denn das kleine engmaschige Senioren- und Generationennetzwerk gibt es ja schon.

Und das war , wie OB Frank Baranowski bei der Auftaktveranstaltung feststellt, eine „perfekte Vorstufe“. Und zwar für den Zuschlag beim Wettbewerb des Bundesministeriums für Bildung und Forschung „Gesundheits- und Dienstleistungsregionen von morgen“ Unter 78 Bewerbungen wurde Gelsenkirchen neben vier weiteren Teilnehmern für das über vier Jahre laufende und mit insgesamt vier Millionen Euro geförderte Projekt ausgewählt.

Vier Referenzstadtteile ausgewählt

Das Ergebnis soll bundesweite Strahlkraft ausüben, spricht von anderen Kommunen übernommen werden. Entsprechend wurden für das QuartiersNETZ in der Projektphase die Stadtteile Buer, Schaffrath, Hüllen und Schalke gesetzt.

Worum geht es beim Quartiersmodell? Kurz gesagt, die Menschen in den Quartieren sollen in allen Phasen des Älterwerdens am öffentlichen Leben teilhaben und durch die Vernetzung im Quartier Dienstleister, Hilfen im Alltag – kurz, Unterstützung in allen Lebenslagen haben. Was so vergleichsweise einfach und für den einen oder anderen fast selbstverständlich klingt, setzt indes einen Entwicklungsprozess voraus.

Gliederung in sieben Teilprojekte

Das QuartiersNETZ-Konzept, getragen unter anderem vom Generationennetz Gelsenkirchen, der Fachhochschule Dortmund, der Universität Vechta, dem Forschungsinstitut Fogera sowie verschiedenen Dienstleistern, ist in sieben Teilprojekte gegliedert.

„Ausgehend von Gelsenkirchen wollen wir versuchen, die Quartiere umzugestalten, Bedarfe der Menschen aufzunehmen und umzusetzen“, sagt Prof. Dr. Sabine Sachweh, die für den Bereich digitale Plattform verantwortlich zeichnet. Für alle sieben Puzzleteile des Projekts gilt: Die Beteiligten sitzen am Tisch, gemeinsam wird groß geschrieben.

Am Ende der vierjährigen Projektphase steht, so ist es geplant, eine gut aufgestellte funktionierende Struktur in den Quartieren, die sich selber trägt, in der die Vernetzung von Dienstleistern im weitesten Sinne, bürgerschaftliches Engagement und eine gute Kommunikationsplattform dazu beitragen, dass älter und alt werden im Quartier eine wunderbare Sache ist.

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