Gelsenkirchen

Gelsenkirchen: Schreckens-Einsatz bei sterbendem Patienten – was Rettungskräfte erleben mussten, ist unfassbar

Gelsenkirchen: Drama im Stadtteil Horst! Ein medizinischer Notfall lief für die Rettungskräfte völlig aus dem Ruder. (Symbolbild)
Gelsenkirchen: Drama im Stadtteil Horst! Ein medizinischer Notfall lief für die Rettungskräfte völlig aus dem Ruder. (Symbolbild)
Foto: imago images / Ralph Peters

Gelsenkirchen. Es ist ein unfassbares Drama, das sich am frühen Dienstagabend in Gelsenkirchen abgespielt hat.

Gegen 17.45 Uhr wollten sich Rettungskräfte in Gelsenkirchen-Horst um einen medizinischen Notfall kümmern. Ein 31-jähriger Mann hielt sich dort in einer Wohnung an der Markenstraße auf und musste dringend wegen einer Erkrankung behandelt werden.

Gelsenkirchen: Rettungskräfte wollen krankem Mann helfen – und werden daran gehindert

Doch an der Wohnung wurden die Rettungskräfte von rund 15 Personen in Empfang genommen, die sich den Ankömmlingen in den Weg stellten und somit eine Behandlung des Erkrankten verhinderten. Die Helfer waren schließlich so beunruhigt, dass sie die Erstversorgung des Mannes aus Eigensicherungsgründen zunächst abbrechen mussten.

Anschließend alarmierten sie die Polizei. Die kurz darauf eintreffenden Beamten konnten die aufgebrachten Personen schließlich aus der Wohnung bewegen.

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Die Rettungskräfte konnten sich nun endlich dem erkrankten 31-Jährigen zuwenden – doch der gesamte Einsatz hatte offenbar zu viel wertvolle Zeit gekostet: Der Mann verstarb noch in der Wohnung.

Dutzende Personen wollen Transport der Leiche verhindern

Auch als ein Bestatter den Verstorbenen später aus der Wohnung bringen wollte, wurde es noch einmal unruhig. Die Polizei spricht von rund 50 bis 60 Personen, die den Abtransport der Leiche zu verhindern versuchten. Es benötigte zahlreiche Polizeikräfte und den Einsatz eines Polizeihundes, um der Situation Herr zu werden.

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Das ist die Stadt Gelsenkirchen:

  • Stadtteil Buer 1003 erstmals urkundlich erwähnt
  • rund 260.000 Einwohner, fünf Stadtbezirke und 18 Stadtteile, elftgrößte Stadt in NRW
  • Heimatstadt des Bundesligisten FC Schalke 04
  • Wahrzeichen unter anderen: Zoom Erlebniswelt, Wissenschaftspark Rheinelbe, Sport-Paradies
  • Oberbürgermeisterin ist Karin Welge (SPD)

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Wieso waren die Leute zu aufgebracht?

Doch was veranlasste diese Personen zu derart heftigen Reaktionen? „Emotionalität“, lautet die knappe Erklärung von Polizeisprecher Thomas Nowaczyk. Im Gespräch mit DER WESTEN spricht er von „Trauerbewältigung, die sich in die falsche Richtung entwickelt hat“.

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Dass mit der Behinderung von Rettern und Polizisten möglicherweise eine Straftat vertuscht werden sollte, schließt er aus. Es habe sich ganz klar um einen medizinischen Notfall gehandelt, die Todesursache des 31-Jährigen stehe fest. Aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes wolle die Polizei Gelsenkirchen jedoch keine Angaben zur Art der Erkrankung des Mannes machen. (at)

 
 

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