Gelsenkirchen

Gelsenkirchen Hbf: Zug muss notbremsen – weil ein Paar DAS auf den Gleisen tat

Ein Lokführer verhinderte am  Gelsenkirchen Hbf womöglich eine Katastrophe. (Symbolbild)
Ein Lokführer verhinderte am Gelsenkirchen Hbf womöglich eine Katastrophe. (Symbolbild)
Foto: Joachim Kleine-Büning/Symbolbild

Gelsenkirchen. Dem Lokführer eines Intercitys ist es zu verdanken, dass am Dienstagabend ein Pärchen am Gelsenkirchen Hbf mit dem Schrecken davongekommen ist.

Der Schnellzug war auf dem Weg von Hamburg nach Duisburg, als der Lokführer gegen 19 Uhr plötzlich zwei Menschen auf den Gleisen am Gelsenkirchen Hbf sah. Geistesgegenwärtig legte der Angestellte der Deutschen Bahn eine Notbremsung ein – und rettete dem Pärchen damit womöglich das Leben.

Wildes Treiben in den Gleisen am Gelsenkirchen Hbf

Bei dem Pärchen handelte es sich um eine 53-jährige Gelsenkirchenerin und ihren Partner (49). Zeugen zufolge hatte es eine Auseinandersetzung zwischen den beiden gegeben.

Demnach sei die 53-Jährige vom Bahnsteig in die Gleisanlagen geflüchtet. Ihr Partner hinterher. Offenbar wollte er den Streit in den Gleisen fortsetzen. Genau zu dem Zeitpunkt rauschte der Intercity heran.

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Lokführer verhindert Schlimmeres – Polizei greift ein

Durch seine Notbremsung konnte der Lokführer eine Kollision vermeiden und rief danach die Polizei. Die Beamten wollten das Pärchen abführen. Das ließ sich der 49-Jährige allerdings nicht gefallen.

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Mit Faustschlägen versuchte der Mann sich gegen die Polizisten zur Wehr zu setzen – vergeblich. Den Einsatzkräften gelang es, ihn zu überwältigen und gefesselt auf die Wache zu bringen.

Streit auf den Gleisen hat ein Nachspiel

Dort führten die Beamten einen Atemalkoholtest durch. Der ergab, dass beide Streithähne reichlich betrunken waren. Während die Frau 1,38 Promille hatte, übertraf ihr Partner sie mit 1,48 Promille.

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Für beide hat die Auseinandersetzung auf den Gleisen ein Nachspiel: So ermittelt die Polizei nun wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr. Außerdem läuft gegen den 49-Jährigen ein Verfahren tätlichen Angriffs auf Polizeibeamte.

Ob ihm außerdem noch ein Verfahren wegen Körperverletzung gegen seine Partnerin droht, müssen nun die weiteren Ermittlungen zeigen.

 
 

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