Gelsenkirchen freut sich über mehr Geld für Berufsbegleiter

Temel Yildirim (33) ist Berufseinstiegsbegleiter der Fortbildungsakademie der Wirtschaft (FAW). Hier ist er auf dem Berufemarkt der Gesamtschule Ückendorf zu sehen, in der er einst selbst das Abitur gemacht hat.
Temel Yildirim (33) ist Berufseinstiegsbegleiter der Fortbildungsakademie der Wirtschaft (FAW). Hier ist er auf dem Berufemarkt der Gesamtschule Ückendorf zu sehen, in der er einst selbst das Abitur gemacht hat.
Foto: WAZ FotoPool
Sieben statt bisher nur drei Schulen in Gelsenkirchen können ihren Schülern jetzt mit Berufsbegleitern den Einstieg ins Berufsleben erleichtern.

Gelsenkirchen.. Gute Nachrichten für Heranwachsende in Gelsenkirchen, die Unterstützung beim Berufseinstieg brauchen. Die Zuschüsse für die „Berufseinstiegsbegleitung“, die es in Gelsenkirchen bereits seit 2009 an drei Schulen gibt, werden deutlich aufgestockt. An sieben Schulen können künftig junge Menschen ab der achten oder neunten Klasse – je nach Bildungsweg – bis zum Ende des ersten Jahres der Berufsausbildung begleitet werden. Geldgeber ist ein vom Europäischen Sozialfonds (ESF) unterstütztes Bundesprojekt.

„Viele junge Menschen haben Schwierigkeiten in der Schule, stolpern beim Start ins Berufsleben. Mit der Berufseinstiegsbegleitung gibt es eine Stütze, mit deren Hilfe der erfolgreiche Einstieg ins Berufsleben auch für leistungsschwächere Schüler gelingen kann“, erläutert der Gelsenkirchener MdB Joachim Poß (SPD).

Mit im Boot ist die Bundesagentur für Arbeit. Sie fördert die Maßnahmen an Schulen, die zum Förder-, Haupt- oder gleichwertigen Schulabschluss führen. In Gelsenkirchen ist künftig auch an den Hauptschulen Grillostraße, Eppmannsweg und Schwalbenweg sowie der Evangelischen Gesamtschule Begleitung möglich. An den Gesamtschulen Ückendorf und Horst sowie der Frankamp-straße läuft das Programm weiter.

Vor der Entscheidung zu Chancen und Perspektiven beraten

Ein Jahr, bevor die Entscheidung für eine Ausbildung fällt, gehen dabei Handwerksmeister und Ausbilder in die Schulen, sprechen mit den Heranwachsenden über ihre Wünsche und Pläne, erklären realistische Perspektiven, beleuchten Vor- und Nachteile. Sie helfen beim Erreichen des Schulabschlusses, bei der Berufswahl und bleiben auch beim konkreten Berufseinstieg an der Seite der Jugendlichen, um ihnen über erste Hürden hinwegzuhelfen.

Laut Joachim Poß wird durch die Betreuung während der ersten Monate nicht nur der Einstieg erleichtert, sondern auch die Abbruchquote deutlich verringert.

Bildungsdezernent Dr. Manfred Beck ist sehr froh ist über diese Ergänzung des „Kein-Abschluss-ohne-Anschluss“-Projektes von Land und Kommune. Nach seinen Informationen laufen derzeit die Ausschreibungen für den Träger der Weiterbildungsmaßnahme für die nächsten Jahre. Bisher hatte die Fortbildungs-Akademie der Wirtschaft aus Dortmund (FAW) die Maßnahmen organisiert. Insgesamt können über das Programm bundesweit rund 115 000 Jugendliche an 2500 Schulen gefördert werden. Die Maßnahmen sollen voraussichtlich Mitte März starten.

 

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