Gelsenkirchen

Kleinkind (1) stirbt nach Misshandlungen durch Pflegeeltern – leibliche Mutter des Jungen erhebt schwere Vorwürfe

Die Mutter des toten Jungen aus Gelsenkirchen erhebt schwere Vorwürfe gegen das Jugendamt.
Die Mutter des toten Jungen aus Gelsenkirchen erhebt schwere Vorwürfe gegen das Jugendamt.
Foto: dpa

Gelsenkirchen. Vergangene Woche wurde ein einjähriger Junge von seinen Pflegeeltern mit schweren Verletzungen in ein Klinikum in Lüdenscheid gebracht. Noch in der Nacht ging es ihm so schlecht, dass er ins Essener Universitätsklinikum geflogen wurde, wo er am darauffolgenden Tag starb - an den Folgen der Misshandlungen durch seinen Pflegevater. Der sitzt jetzt in Untersuchungshaft.

Die „Bild“ hat jetzt mit den leiblichen Eltern des Kleinkindes gesprochen. Sie sind laut des Berichts fassungslos. Zunächst darüber, dass ihnen ihre drei Kinder im Dezember 2017 weggenommen wurden. Und vor allem darüber, dass ihr Sohn in eine Pflegefamilie kam, die am Ende für seinen tragischen Tod verantwortlich ist. Die Eltern verstehen nicht, warum ihnen der Kleine vom Jugendamt weggenommen wurde.

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Toter Einjähriger: „Er war ein fröhliches Kind“

Warum ihnen der Kleine vom Jugendamt weggenommen wurde, können die Eltern nicht nachvollziehen. Aber weil ihnen versprochen worden sei, dass sie „in ein paar Jahren wieder mit allen Kindern zusammenleben“ könnten, stimmten sie freiwillig zu, dass ihr Sohn die ersten Lebensjahre in einer Pflegefamilie verbringt, so die Mutter.

Im September 2018 sah die Gelsenkirchenerin ihren Sohn zum letzten Mal. „Er war ein fröhliches Kind. Er lachte so unbeschwert, wenn man ihn in der Halsbeuge kitzelte.“ Jetzt ist der kleine Junge, der im Juni 2017 geboren wurde, tot. Die Mutter des toten Kleinkindes: „Meine Welt ist zusammengebrochen.“ (cs)

 
 

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