Gelsenkirchen

Verbot in Gelsenkirchen: Wenn du DIESE Tiere fütterst, musst du 1000 Euro zahlen!

In Gelsenkirchen zahlst du ein hohes Bußgeld, wenn du beim Taubenfüttern erwischt wirst. (Symbolfoto)
In Gelsenkirchen zahlst du ein hohes Bußgeld, wenn du beim Taubenfüttern erwischt wirst. (Symbolfoto)
Foto: imago images / allOver-MEV

Gelsenkirchen hat ein Problem, das auch viele andere Städte in Deutschland plagt: Eine große Anzahl von Tauben innerhalb der Stadt. Die Tiere haben sich sehr an das Zusammenleben mit dem Menschen gewöhnt – nicht zuletzt auch durch Menschen, die sie immer wieder füttern. Doch das ist ein Problem.

Genau dieses will man in Gelsenkirchen mit einem hohen Bußgeld deutlich härter bekämpfen. In einer Pressemitteilung erklärte die Stadt dieses Vorgehen.

Gelsenkirchen: Hohes Bußged für Taubenfütterer

Denn immer wieder beschäftigen unbelehrbare Taubenfütterer die Gerichte, wenn sie Einspruch gegen die Bußgelder einlegen. Auch wenn bekannt ist, dass ein Fütterungsverbot besteht.

Wie die Stadt mitteilt, kostet es dich nun satte 1000 Euro, wenn du beim Füttern der Tiere erwischt wirst. In der Mitteilung beruft man sich unter anderem darauf, dass der Tierschutz das Füttern von Tauben nach wie vor nicht legalisiert.

Das Problem ist weitgreifender

Durch das Fütterungsverbot erhofft man sich, die öffentliche Sauberkeit zu verbessern und beispielsweise Häuserfassaden vor Schäden zu schützen.

Allerdings ist das Problem viel größer. Dass der Kot der Tiere sich so gravierend auf die Umgebung auswirkt, liegt unter anderem an der völlig falschen Ernährung der Tauben.

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Falsche Ernährung wirkt sich schlecht auf die Verdauung aus

Sei es, weil sie mit Brot gefüttert werden oder unsere weggeworfenen Essensreste aus dem Müll picken – diese Ernährung tut ihrer Verdauung nicht gut, da Tauben eigentlich Körnerfresser sind.

+++ Hier hat eine Taube einen Raser vor dem Bußgeld gerettet +++

In der Mitteilung wird auf einen Fall verwiesen, in welchem über einen längeren Zeitraum gezielt Vogelfutter ausgestreut wurde. Dieses Vorgehen ist ebenfalls bedenklich, auch wenn die Tiere dann vielleicht besseres Futter erhalten.

Taubenhäuser könnten eine Lösung sein

Wie der Deutsche Tierschutzbund erklärt, sind feste Fütterungszeiten sowie ein fester Platz zur Nahrungsaufnahme, zum Beispiel in einem Taubenhaus, wichtig für die gefiederten Stadtbewohner.

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In einem Taubenhaus können Helfer dann außerdem die gelegten Eier mit Kunsteiern austauschen und so die Population besser kontrollieren. Die einzige tiergerechte Lösung ist laut dem Tierschutzbund ein integriertes Konzept zum Zusammenleben von Tauben und Menschen.

Engagement in lokalen Projekten

Also: Fütterst du gerne Tauben, solltest du das zukünftig aus mehreren Gründen unterlassen. Einerseits könnte es für dich ziemlich teuer werden, andererseits hilft es den Tieren nicht langfristig.

Informiere dich lieber über örtliche Projekte, wie einem Taubenschutzverein oder einem schon genannten Taubenhaus. (db)

 
 

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