Gelsenkirchen

Gefährliche Plage im Ruhrgebiet: Was du über den Eichenprozessionsspinner wissen musst

So sieht ein Nest der Eichenprozessionsspinner aus.
So sieht ein Nest der Eichenprozessionsspinner aus.
Foto: Bodo Marks/dpa

Gelsenkirchen. In ganz NRW breitet sich der Eichenprozessionsspinner in diesem Jahr aufgrund der warmen Temperaturen besonders gut aus. Der Körper der Raupe, die zu einem Nachtfalter wird, ist mit gefährlichen Brennhaaren überzogen und deshalb nicht zu unterschätzen.

In Eichen und gern auch mal an Hainbuchen spinnt die Raupe ihre Nester. Zahlreiche Schulen und Kitas sind in diesem Jahr befallen. Eine Grundschule in Velbert hat deshalb schon schulfrei gegeben. Auch in Gelsenkirchen kämpft die Stadt auch an immer mehr Standorten gegen die Raupe an.

Woher kommt der Eichenprozessionsspinner?

Seit 2001 verbreitet sich der Eichenprozessionsspinner rasant im Ruhrgebiet. Er ist in Mitteleuropa beheimatet, breitet sich aber seit 20 Jahren bundesweit auch in Städten aus.

Was ist das Gefährliche an der Raupe?

Die Brennhärchen sind für Mensch und Tier gefährlich und können Atemwege reizen sowie allergische Schocks auslösen. Besonders wenn es windig ist, können die Brennhaare leicht durch die Luft weitergetragen werden.

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Wie erkennt man die gefährlichen Raupen?

Der Eichenprozessionsspinner ist gelb-schwarz und hat sehr sehr lange Brennhaare. Die Raupen finden sich zumeist, auch wie hier der Name sagt, auf Eichen wider. Seltener befallen sie auch Buchen. Am Stamm der Eichen haben sie ihre Nester.

Auch gibt es einzelne „Straßen“ entlang des Stamms, wenn die Raupe am Stamm wandert.

Was tun, wenn du ein Nest entdeckst?

Auf jeden Fall solltest du dich von dem Nest fernhalten. Wenn du ein Nest im städtischen Bereich entdeckst, solltest du es sofort der Stadt melden. Viele Städte, wie zum Beispiel Gelsenkirchen, Bochum oder Essen haben einen Mängelmelder. Dann kannst du online ganz einfach den Standort melden.

Wenn du ein Nest in deinem eigenen Garten findest, dann solltest du es auf gar keinen Fall selbst entfernen, sondern dich an einen Experten wenden. Schädlingsbekämpfungsfirmen sind mit dem Umgang der Insekten vertraut.

Wie werden die Raupen bekämpft?

Ist das Stadium der Raupe noch nicht so weit entwickelt, können sie mit chemischen oder biologischen Spritzmitteln bekämpft werden. Diese sind für Mensch und Tier ungefährlich und zerstören nur die Raupe.

Doch momentan ist die Raupe schon weiter entwickelt, sodass sie nur noch manuell entfernt werden kann. Spezialfirmen der Schädlingsbekämpfung entfernen diese dann mit Schutzanzügen. Teilweise werden die Nester sogar abgesaugt.

Was solltest du tun, wenn du mit den gefährlichen Härchen der Raupe in Kontakt gekommen bist?

Nach Kontakt mit Raupenhaaren solltest du sofort die Kleider wechseln und duschen, um die Raupenhaare, die sich mit ihren kleinen Widerhaken in der Kleidung, im Haar und der Haut festsetzen können, zu entfernen.

Wie schütze ich mich vor diesen Raupen?

Achte auf die Bäume in der Umgebung und halte dich nicht an Orten auf, wo der Eichenprozessionsspinner vorkommt und lege dich nicht unter befallene Eichen. Empfindliche Hautstellen solltest du deshalb mit Kleidung bedecken, wenn du in die Nähe der Tierchen kommst. (jk)

 
 

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