Ge jazzt seit einem Jahrzehnt

Elisabeth Höving
Das Hülsmann-Trio gastiert in der Reihe „GEjazzt“.
Das Hülsmann-Trio gastiert in der Reihe „GEjazzt“.

Es wird „GEjazzt“ in Gelsenkirchen, und das unter diesem Titel bereits seit fast einem Jahrzehnt. Seit nunmehr sechs Jahren besteht die Kooperation mit dem Bismarcker Consol Theater, wo die Konzerte in der Kellerbar in echter Club-Atmosphäre über die Bühne gehen. Für den Oktober hat sich der Verein zur Förderung zeitgenössischer Jazzmusik nun ein echtes Highlight ausgewählt.

„Mit dem Julia Hülsmann-Trio gastiert eine international renommierte Künstlerin bei GEjazzt“, freut sich Eva Furmann, Vorsitzende des Vereins, auf das ganz besondere Konzertereignis. Da sie auf großes Interesse auch bei Jazz-Freunden jenseits der Stadtgrenzen hofft, soll das Konzert nicht in der Consol-Kellerbar, die maximal 80 Menschen fasst, sondern im Theater (bis zu 170 Plätze) stattfinden.

Das Julia-Hülsmann-Trio gastiert am 27. Oktober um 20 Uhr auf Consol. Die Berliner Jazz-Pianistin gilt als Garant dafür, den Menschen Ohrwürmer in den Gehörgang zu versenken. Auf ihrem aktuellen Album „Imprint“ zum Beispiel verwandelt sie den bekannten Schlager „Kauf dir einen bunten Luftballon“ in ein pulsierendes Jazz-Mantra. Das Trio verspricht eine ausgewogene Mischung aus Poesie und leichtem Blues-Flow. Hülsmann gilt als Lyrikerin des deutschen Jazz.

Weiter geht das Herbst-Programm von „GEjazzt“ am 18. November mit dem „Matthias Schriefl Trio“. In der Ankündigung versprechen die Veranstalter: „Diese Band kann so gemütlich sein wie eine Milka-Kuh, die ein Edelweiß kaut, aber sie verwandelt sich im Handumdrehen in eine New-Orleans-Marching Band, eine Pop-Band oder in ein klassisches Kammerensemble.“

Den Schluss für dieses Jahr setzt am 3. Dezember das Cecile Verny Quartett. Vernys Stimme gilt seit über 20 Jahren als eine der wichtigsten im europäischen Jazz. Sie verbindet in ihrer Musik die Liebe zu ihrer westafrikanischen Heimat, zum Gospel, zum Chanson und zu amerikanischen Jazz-Standards.

Und dann feiert der Verein im Januar seinen runden Geburtstag. Für den 11. Januar ist eine große Jazz-Fete im Consol Theater geplant. Furmann: „Hier sollen sich Jazz-Freunde, Musiker und Veranstalter auch aus anderen Revierstädten treffen und bei spannenden Jazz-Performances unterhalten.“

Im letzten Jahrzehnt organisierte der Verein rund hundert Konzerte an unterschiedlichsten Spielstätten, darunter auch in der Synagoge und auf dem Kanal.

Rund 70 Jazz-Sessions fanden in der JazzArt Galerie statt. Die Initiative entstand einst durch das Engagement von Musikern und dem städtischen Referat Kultur. Besonders Paul Baumann hatte sich hier eingesetzt.

Der Verein startete mit neun Jazz-Begeisterten, inzwischen gehören der Gruppe rund 50 Mitglieder an, Tendenz steigend. „Die Konzertreihe“, freut sich Vereinsvorsitzende Furmann, „hat sich etabliert, nicht zuletzt dank der guten Zusammenarbeit mit Consol.“ Positives Feedback gäbe es immer wieder auch von den dort gastierenden Musikern.

Seit letztem Jahr kooperiert „GEjazzt“ zudem mit dem Jazz-Portal ruhrjazz.net, das in Gelsenkirchen seinen Sitz hat.

Gefördert wird die Reihe durch die Stadt Gelsenkirchen aus Mitteln des Kulturcents.