Gaby Preuß möchte nach Brüssel

Friedhelm Pothoff
Mittendrin statt nur dabei: Gabriele Preuß neben OB Frank Baranowski beim Tunnelbau unter dem Rhein-Herne-Kanal. Die Röhre wurde nach der Bürgermeisterin benannt und heißt seither „Gabriele-Tunnel“.
Mittendrin statt nur dabei: Gabriele Preuß neben OB Frank Baranowski beim Tunnelbau unter dem Rhein-Herne-Kanal. Die Röhre wurde nach der Bürgermeisterin benannt und heißt seither „Gabriele-Tunnel“.
Foto: Michael Korte
Geht alles glatt am Sonntagmorgen, dann wird Gaby Preuß auf Platz 20 der SPD-Bundesliste für die Wahl zum EU-Parlament einnehmen. In Berlin wird diese Liste im Vorfeld eines außerordentlichen Bundesparteitages aufgestellt. Bei der letzten Wahl hätte diese Platzierung für den Einzug gereicht. Aktuell stellen die Genossen in Brüssel 23 Abgeordnete.

Gelsenkirchen. Berlin ist immer eine Reise wert. Am Sonntag, 26. Januar, wird Bürgermeisterin Gaby Preuß (SPD) der Bundeshauptstadt einen Besuch abstatten. Denn ehe die Sozialdemokraten ab 14 Uhr einen außerordentlichen Parteitag in der Arena Berlin durchführen, werden sie die Bundesliste für die Wahl des EU-Parlamentes aufstellen. Auf der soll Preuß stehen: auf Platz 20.

Dass Jutta Haug (SPD) im Mai 2014 nicht mehr antritt, hat in der Region Emscher-Lippe längst die Runde gemacht. Ihre Nachfolgerin könnte Gaby Preuß werden. „Es ist richtig, dass ich aufgestellt werden soll. Am Sonntag sind die Wahlen – und wenn alles gutgeht, werde ich auf Listenplatz 20 stehen“, bestätigte die Bürgermeisterin.

Für welche Region, das allerdings ist noch offen. Denn auch wenn Haug nicht mehr antritt und Preuß auf der Liste steht, heißt das nicht, dass sie automatisch diesen Betreuungsbezirk erhält. Dass die Gelsenkirchener Bürgermeisterin genau das favorisieren würde, daran lässt sie keine Zweifel: „Ich komme aus der Region und kenne sie sehr gut. Und wenn in Marl und Bottrop die beiden letzten Zechen im Ruhrgebiet schließen, fände ich es schon gut, wenn jemand einschätzen kann, welche großen Strukturprobleme damit auf die Region Emscher-Lippe zukommen.“