Friedliche Demo vor dem Maritim Hotel in Gelsenkirchen

Nikos Kimerlis
Rund hundert Menschen protestierten vor dem Maritim Hotel im Stadtgarten gegen den AfD-Vortragsabend mit Prof. Dr. Jörg Meuthen.
Rund hundert Menschen protestierten vor dem Maritim Hotel im Stadtgarten gegen den AfD-Vortragsabend mit Prof. Dr. Jörg Meuthen.
Foto: Fabian Strauch / FUNKE FotoServi
Lautstarker Protest gegen den Vortrag von Jörg Meuthen, Fraktionschef der AfD in Baden-Württemberg, im Gelsenkirchener Maritim Hotel.

Gelsenkirchen. Mit lauten „Nationalismus raus aus den Köpfen“-Rufen und Spruchbändern mit Aufschriften wie „Der AfD in die wutbürgerliche Suppe spucken“ demonstrierten knapp hundert Menschen am Rande des AfD-Vortragsabends mit Prof. Dr. Jörg Meuthen friedlich vor dem Maritim Hotel im Gelsenkirchener Stadtgarten.

Direkt vor der Gartenterrasse und dem Pub hatten sich die Protestler positioniert. Mit Trommeln und Trillerpfeifen zogen sie die Blicke der Gäste aus der Maritim-Gastronomie auf sich. Unter den Demonstranten war auch der Gelsenkirchener SPD-Landtagsabgeordnete Markus Töns. Er hält die Alternative für Deutschland für „noch gefährlicher als Pro NRW“ und sieht auf die Parlamente und die Demokratie in Deutschland eine „echte Bewährungsprobe“ zukommen. Umso größer und wichtiger erachtet Töns die Aufgabe für die demokratischen Parteien, da klar Stellung zu beziehen.

Ähnlich äußerten sich auch Annika Eismann (Falken) und Ronja Christofczik (Jusos). In ihren Reden betonten sie, dass Gelsenkirchen schon immer eine multikulturelle Stadt war und es durch ein „starkes Bündnis in Freundschaft gegen Rechts“ auch bleiben soll.

An der Demonstration beteiligten sich neben den Falken und den Jusos auch die DGB-Jugend, die IG Bau, Verdi, die MLPD und die „Interventionistische Linke Ruhr“.