Förderschulen dürfen nicht gestrichen werden

Die CDU beschäftigt sich derzeit intensiv mit dem Thema Inklusion. „Die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen am Leben ist ein Menschenrecht und entspricht dem christlichen Menschenbild“, beschrieb die schulpolitische Sprecherin der Landtagsfraktion, Petra Vogt, die Position der Christdemokraten.

„Bei der Inklusion geht es darum, wie wir Menschen mit Behinderungen bestmöglich in die Gesellschaft integrieren, wie wir die Talente von jedem Kind am besten fördern“, ergänzte der Gelsenkirchener Landtagsabgeordnete Oliver Wittke beim CDU-Fachgespräch „Inklusionsgesetz“, an dem Eltern und Lehrer von Gelsenkirchener Förderschulen teilnahmen.

Die Politiker fordern von der rot-grünen Landesregierung ein umfassendes Konzept für Inklusion in Schulen, in dem die pädagogischen, finanziellen und organisatorischen Fragen geklärt sind.

Einig waren sich die Teilnehmer darüber, dass ein Teil der heutigen Förderschüler in den Unterricht an Regelschulen integriert werden könne. Es blieben aber viele, die weiterhin Förderschulen benötigten. Denn neben dem Unterricht erhielten die Schüler dort therapeutische Anwendungen und Pflege. Demgegenüber kritisierten sie die finanzielle Ausstattung der Förderschulen und dass zu wenig Sonderpädagogen ausgebildet würden. „Dass sich unsere Gesellschaft jetzt intensiver mit dem Leben von behinderten Menschen befasst, ist schon ein wichtiger Inklusionsbeitrag“, so Oliver Wittke. Es gelte aber weiter die Forderung an die Gesellschaft, mehr Toleranz gegenüber Menschen mit Behinderungen zu zeigen.