Finanzielle Reserven schaffen – für alle Fälle

Sparbuch und Sparschwein, die klassischen Formen des Sparens.
Sparbuch und Sparschwein, die klassischen Formen des Sparens.
Foto: WAZ FotoPool
Auf internationaler Bühne steht der Weltspartag erst am 31. Oktober im Fokus. Mit Rücksichtnahme auf den Reformationstag ist der Spartag in Deutschland seit eh und je einen Tag früher. Bei der Sparkasse gab es für die jüngsten Anleger einen Plüschlöwen. Erwachsene bekamen den Haushaltskalender 2013.

Gelsenkirchen. Kleinvieh macht auch Mist, weiß der Volksmund. Und, um im Bild zu bleiben: Besser ein langsam aber stetig wachsender Haufen, als von der Hand in den Mund zu leben und in der Monatsmitte noch zu viel Monat statt Bargeld im Portemonnaie.

Andreas Klocke, Leiter des Kundencenters der Sparkassen-Hauptstelle am Neumarkt, nickt bestätigend. Denn: Ohne Moos nix los.

Das sollen schon die Jüngsten lernen: Dass die eiserne Reserve wichtig ist, um Sicherheit zu haben. Am Weltspartag wurde ihr Spareinsatz, sofern sie ihre Spardosen zum Leeren gebracht haben, mit einem fröhlich lächelnden Plüschlöwen belohnt. Weltspartag ist allerdings nicht nur der Tag der Jungsparer. „Wir haben an diesem Tag Kunden von Null bis Hundert hier“, sagt Klocke.

Beraten, bevor etwas passiert

Mit Vorträgen vor dem 30. Oktober, unter anderem über Vorsorge oder Erben & Vererben, sowie dem Aktionstag für „Knax“-Sparer im Grundschulalter am kommenden Samstag in der Zoom Erlebniswelt hat die Sparkasse den Weltspartag quasi eingerahmt.

Keine Frage, Reserven sind wichtig. Darum gehe es in den Beratungsgesprächen auch um Themen des Lebens, erklärt Andreas Klocke. „Wir wollen beraten, bevor etwas passiert.“ Wichtig sei bei der Schaffung von Rücklagen auch die Frage: wozu? So unterschiedlich die Sparer und ihre individuelle finanzielle Situation, so verschieden die Antworten: Urlaub, Auto, Häuslebau, teure Anschaffungen, Altersvorsorge, Sparen für Kinder und Enkel. Verschieden sind auch die Anlagemöglichkeiten. Wobei das traditionelle Sparbuch zinstechnisch auf einem historischen Tiefpunkt angekommen ist: nämlich bei 0,25 Prozent.

Lernen, mit Geld umzugehen

Wie Klocke und das Beratungsteam vor diesem Hintergrund Sparen bei der Bank statt Sparstrumpf im häuslichen Versteck bewerben? „Geld bei der Sparkasse anzulegen, ist grundsätzlich sicherer.“ Für Kinder sei es obendrein ein wichtiger Lernprozess, mit Geld, eigenem Sparbuch oder späterem Konto umzugehen. Apropos: Der Trend junger Eltern, für den Nachwuchs frühzeitig ein Sparbuch anzulegen, ist den Worten des Beraters zu Folge ungebrochen.

Die Spareinlagen, die Leute querbeet der Sparkasse anvertrauen, ist stattlich. Aktuelles Jahresvolumen: ca. 2,3 Milliarden Euro. Vom Kleinstsparer bis zum Unternehmer ist in der Riege der Rücklagenschaffer alles vertreten. Auch die ältere Dame, die sagt: „Ich spare schon immer für Notreserven.“

 
 

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